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Orkantief Xynthia wütet über der Region

Orkantief Xynthia wütet über der Region

Der schlimmste Sturm dieses Winters hat gestern über der Region gewütet. Die Bilanz: Verletzte, abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen. Der Bahnverkehr wurde flächendeckend eingestellt. Tausende Helfer waren in der Region im Dauereinsatz.

(hw) Mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometern fegte am Sonntag das Orkantief Xynthia über das Land und versetzte die Region in den Ausnahmezustand. In Europa starben mindestens 50 Menschen. Die Bahn stellte ihren Regionalverkehr im Saarland und in Rheinland-Pfalz ein und am Abend, sogar den kompletten Zugverkehr in NRW. Zahlreiche Flüge in Luxemburg fielen aus. In fünf Stunden gingen bei der zentralen Notrufstelle für die Region 2500 Anrufe ein.

Im Kreis Trier-Saarburg kämpften 1500 Feuerwehrleute und 100 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks gegen die Sturmschäden. In der Stadt Trier waren 200 Helfer im Dauereinsatz, in den Kreisen „alles, was da ist“, so ein Feuerwehrsprecher. In Rheinland-Pfalz wütete der Sturm am stärksten in der Eifel und im Hunsrück.

Auf der B327 zwischen Morbach und Thalfang (Kreis Bernkastel-Wittlich) verunglückte ein Luxemburger, als ein Baum auf sein Fahrzeug stürzte. Der Fahrer wurde leicht verletzt. In Trier wurden zwei Menschen leicht verletzt. „Bei uns sind mehr als 30 Straßen gesperrt“, sagte Pressesprecher Thomas Müller (Kreis Trier-Saarburg). Die Orte Kordel, Naurath/Eifel und Greimerath waren zeitweise gar nicht erreichbar.

Sorgen bereitet den Einsatzkräften, dass in vielen Orten der Strom ausgefallen ist. Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg stellt auf ihrer Seite eine Liste mit Straßen zusammen, die gesperrt sind. Dort können sich Berufspendler informieren.

Bis klar ist, wie groß der gesamte Schaden ist, wird es noch Tage dauern. Mit Beeinträchtigungen ist vielerorts zu rechnen. So sind in Trier Friedhöfe bis auf weiteres gesperrt. „Bestattungen können stattfinden, wenn die Wegstrecke sicher ist“, so Pressesprecher Ralf Frühauf. Experten befürchten nun: Jetzt kommt das Hochwasser.