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Kriminalität
Osburger Beinahe-Mord: Noch keine heiße Spur

FOTO: Matthias Balk
Trier. Knapp zwei Wochen nach der Fernsehfahndung in der Sendung Aktenzeichen XY ungelöst werten die Trierer Mordermittler weiter die eingegangenen Hinweise aus. Eine heiße Spur war bislang offenbar noch nicht darunter. Von Rolf Seydewitz

Die Suche nach dem bislang unbekannten Schützen, der vor anderthalb Jahren in Osburg (Kreis Trier-Saarburg) beinahe einen 35-jährigen Mann ermordet hätte, dauert an. Nach der Ausstrahlung des mysteriösen Kriminalfalls in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ Anfang Januar waren im Münchner Studio und bei der Trierer Polizei über 30 Hinweise und E-Mails eingegangen. Die Überprüfungen seien noch nicht abgeschlossen, sagte der zuständige Trierer Oberstaatsanwalt Eric Samel am Montag unserer Zeitung.

Bei der Tat in der Nacht zum Samstag, 12. August 2017, hatte ein Unbekannter mit einer abgesägten Schrotflinte durch das Erdgeschossfenster eines Wohnhauses in der Osburger Bergstraße geschossen. Die aus kurzer Distanz abgefeuerten Schrotkugeln durchschlugen die Rollläden und das Fenster und drangen dann in die gegenüberliegende Wand des Zimmers ein. „Pures Glück, dass der allein in dem Haus lebende Bewohner nicht getroffen wurde“, so der Trierer Oberstaatsanwalt Samel. Er spricht von einer „feigen, hinterhältigen Tat“, die nur jemand begehen könne, der die unmittelbare Konfrontation mit dem Opfer scheue. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter die Örtlichkeiten und den 35-jährigen Bewohner gekannt haben muss.  Eric Samels Ansicht nach hat der Täter auch gewusst, dass sich das Opfer regelmäßig in dem Zimmer aufhält.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, hat die Staatsanwaltschaft 5000 Euro Belohnung ausgesetzt (Vertrauenstelefon:  0152-28854968).

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