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Pellinger geben ihre Mühle ab

Pellinger geben ihre Mühle ab

Sie gehörten eigentlich schon immer dazu und doch nie hundertprozentig. Die Bürger der Pellinger Mühle haben vor zwei Jahren den Antrag gestellt, offiziell Teil von Franzenheim zu werden. Nun hat auch der Gemeinderat Pellingen dieser Gebietsänderung zugestimmt.

(api) Wegen der Zugehörigkeit des Ortsteils zu Pellingen gab es zum Beispiel immer mal wieder Probleme mit der Postzustellung. Briefträger suchten in dem Höhenort vergebens nach einer Mühle. Der Umweg über Franzenheim kam da erst bei genauerem Blick auf die Landkarte in den Sinn. Die Bürger waren es offenbar leid und beantragten 2008 die Eingemeindung nach Franzenheim.

Kein Wunder, denn allein über eine kleine, Franzenheimer Brücke ist dieses Pellinger „Anhängsel“ zu erreichen, 100 Meter von der Franzenheimer Grenze. Die Entfernung zur Heimatgemeinde beträgt dagegen Luftlinie rund 1000 Meter.

Inzwischen haben sich fast alle unmittelbar betroffenen Kommunalgremien mit der kleinen Gebietsreform befasst. Pellingen gibt nach Angaben von Franzenheims Ortsbürgermeister Johann Jäckels mehr als 7000 Quadratmeter Land samt Mühle ab und bekommt von Franzenheim im Gegenzug ein etwa 9000 Quadratmeter großes Stück Grünland, das sich in der Nähe des Gewerbegebiets befindet. Der Ortsgemeinderat Franzenheim und der Verbandsgemeinderat Trier-Land haben ihr Ja zur Gebietsänderung bereits gegeben. „Wir legalisieren damit nur das, was schon lange Bestand hat“, sagt Franzenheims Orts-Chef Jäckels im TV-Gespräch. Die Bürger der Pellinger Mühle seien schon lange in der Gemeinde integriert, seien Mitglieder in Vereinen, die Kinder wachsen gemeinsam auf. In der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderates haben nun auch die Pellinger zugestimmt; der Beschluss des Konzer Verbandsgemeinderats und das OK der Kreisverwaltung stehen noch aus.