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Perspektive für Schulstandorte Saarburg und Hermeskeil

Perspektive für Schulstandorte Saarburg und Hermeskeil

In einem kurzfristig anberaumten Pressegespräch in der Kreisverwaltung Trier-Saarburg informierte Landrat Günther Schartz, CDU, am Donnerstag bezüglich des aktuellen Stands beim Schulentwicklungskonzept des Kreises.

(sw) Die Entwicklung der Schul-Standorte Hermeskeil und Saarburg war Thema einer nicht öffentlichen Sitzung des Kreisausschusses am Mittwoch, nachdem die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) vergangene Woche die Liste der 17 Einrichtungen veröffentlicht hatte, die zum Schuljahr 2010/11 zur Intergrierten Gesamtschule (IGS) umgewandelt werden. Auf dieser Liste taucht Saarburg nicht auf. Hermeskeil wird die Chance eingeräumt, bis 30. September einen Antrag für eine vierzügige IGS zu stellen.

Nach dem mehrheitlich Anfang März vom Kreistag verabschiedeten Schulentwicklungskonzeptes des Kreises ist für Saarburg und Hermeskeil eine eigene, jeweils sechszügige IGS beantragt worden. Mit Verweis auf das Ende März verabschiedete neue Schulgesetz, beziehungsweise den darin enthaltenen Leitfaden, nach dem die IGS im Lande vierzügig eingerichtet werden sollen, hatte Ahnen für Saarburg und Hermeskeil die gewünschten sechszügigen IGS abgelehnt.

Landrat Günther Schartz informierte am Donnerstag, man habe sich im Kreisausschuss (KA) am Mittwoch darauf verständigt, nach der Sommerpause in den Sitzungen des KA und des Kreistages zu entscheiden, ob der Antrag für eine vierzügige IGS in Hermeskeil gestellt werden soll. Außerdem wolle Schartz gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden das Gespräch mit dem Ministerium und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) suchen, um Lösungswege zu finden.

Es gehe vor allem darum, eine langfristige Konzeption und Perspektive auch für den Saarburger Schul-Standort zu erhalten. Schließlich sei das Schulentwicklungskonzept mit verschiedenen Gremien und Behörden, darunter auch der ADD, abgestimmt worden. Gegen die Sechszügigkeit „Wir haben das Schulentwicklungskonzept und die Entscheidung des Landes. Der Zwischenraum ist nicht beackert, und das muss jetzt passieren“, meinte Schartz.