Polizei Schweich: Unfallgeschehen 2009 etwa auf Vorjahresniveau

Schweich · 212 Verletzte und ein Todesopfer gab es im vergangenen Jahr bei Unfällen im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Schweich zu beklagen. Die Polizei hat ihre Unfallstatistik 2009 vorgestellt.

(f.k.) Nennenswerte Ausschläge nach oben oder unten zeigt das Zahlenwerk im Vergleich zu den Vorjahren nicht: Genau 1373 mal „krachte“ es im vergangenen Jahr im „Revier“ der Schweicher Beamten. Dies sind rund 20 Unfälle mehr als 2008 und 2006 und rund zehn mehr als 2007. Bei 168 Unfällen mit Personenschaden wurde ein Mensch getötet (2008 gab es zwei Todesopfer), 41 Beteiligte erlitten schwere Verletzungen und 171 wurden leicht verletzt. Bezogen auf das Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von 30 Leichtverletzten und einen Rückgang um 19 Schwerverletzte.

Die Polizeiinspektion Schweich ist zuständig für die Verbandsgemeinde (VG) Schweich, für die Ortsgemeinden Aach, Kordel, Newel, Welschbillig und Zemmer in der VG Trier-Land sowie für die Ortsgemeinden Mertesdorf, Kasel, Waldrach, Morscheid und Riveris der VG Ruwer. Hinzu kommen die Trierer Stadtteile Quint, Ehrang, Biewer, Pfalzel und Ruwer-Eitelsbach. In dem etwa 330 Quadratkilometer großen Bezirk leben insgesamt rund 62.000 Einwohner.

Bei den Unfallursachen steht nach wie vor an erster Stelle die überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit. In 181 Fällen war die Raserei der alleinige Auslöser. Als zweithäufigste Ursache wird die Verletzung der Vorfahr genannt: Sie führte in 84 Fällen zu mehr oder weniger folgenreichen Kollisionen.

Alkohol- oder Drogeneinwirkung war bei 22 Unfällen die Ursache. Dies bedeutet gegenüber 2008 einen Rückgang um fast 50 Prozent, der auf verstärkte Kontrollen zurückgeführt wird. Im Rahmen solcher Kontrollen wurden zudem 94 Verkehrsteilnehmer nach Alkohol- oder Drogengenuss aus dem Verkehr gezogen, noch bevor es zum Unfall kam.

In 252 Fällen begingen Beteiligte Unfallsflucht. Dies sind immerhin 18 Prozent aller 2009 registrierten Unfälle. 102 Fälle konnten aufgeklärt und die Täter ermittelt werden.

Als besondere Risikogruppe gelten unverändert die 18- bis 24-jährigen Fahranfänger. Diese Altersklasse stellt nur acht Prozent der Gesamtbevölkerung – ihr Anteil am Unfallgeschehen ist mit 25 Prozent daher unverhältnismäßig hoch. Insgesamt 241 Unfälle wurden von den Fahranfängern verursacht – davon 71 Unfälle durch zu hohes Tempo, 38 durch zu geringen Abstand und zehn nach Alkohol- oder Drogenkonsum.

23 Kinder wurden 2009 bei Unfällen als Fußgänger, Radfahrer oder als Mitfahrer in Autos verletzt. An 177 Unfällen (2008 = 164) waren Senioren (ab 65 Jahre) beteiligt, davon in 119 Fällen als Verursacher.

Deutlich um 16 Prozent zurückgegangen sind die Wildunfälle. 330 mal (2008 noch 396 mal) kam es zur Kollision mit Wildtieren oder mit anderen Fahrzeugen nach Ausweichmanövern. In der Regel blieb es bei Sachschäden.