Polizeibilanz: Zahl der Unfälle leicht gesunken

Polizeibilanz: Zahl der Unfälle leicht gesunken

Leicht zurückgehende Unfallzahlen, weniger Unfälle mit Personenschäden und weniger verletzte Kinder - das sind zusammengefasst die wesentlichen Trends der vorläufigen Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2008, die die Polizei Trier am Montag vorlegte. Ein Wermutstropfen: Alkohol bleibt bei schweren Unfällen weiter die Hauptunfallursache.

Die Zahl der Verkehrsunfälle sank entgegen dem Landestrend leicht von 20984 Unfällen in 2007 auf 20910 in 2008 (-0,35 Prozent). Unfälle mit Verletzungen oder Todesfolge gingen um 133 (-5,1 Prozent) auf 2461 zurück. Während die Zahl der Leichtverletzten sank, stagnierte die Zahl der Verkehrstoten mit 49 Fällen auf Vorjahresniveau, ebenso die Zahl der Schwerverletzten mit 835.

Unfälle mit Beteiligung von Kindern sanken um 25 auf 227, allerdings blieb die Zahl der schwerverletzten Kinder mit 63 gegenüber dem Vorjahr konstant. Negativ bewerten die Verkehrssicherheitsexperten den insgesamt starken Anstieg verunglückter Kinder, die als Mitfahrer in Kraftfahrzeugen unterwegs waren. Die Zahl stieg von 120 auf 139.

Keine Entwarnung sieht die Polizei bei Unfällen in der Risikogruppe der jungen Fahrer. Zwar sank die Zahl der Unfälle und der Verletzten, dafür stieg die Zahl der Verkehrstoten in dieser Gruppe von 7 auf 11.

Wildunfälle haben - offenbar weger der stark zunehmenden Population von Rot- und Schwarzwild - mit 15 Prozent Zuwachs deutlich zugenommen.

Alkohol bleibt - trotz Rückgang der alkoholbedingten Unfälle insgesamt - bei den Schwerverletzten und Toten eine der Hauptunfallursachen. Deshalb sieht die Polizei hier auch für 2009 einen Schwerpunkt bei Kontrollen. Die sollen übrigens noch weiter intensiviert werden. Ein größeres Augenmerk wollen die Beamten dabei auf die Geschwindigkeitskontrollen zu verkehrsarmen Zeiten legen.

Die Verkehrsunfallbilanz 2008 zum Download

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