Gesundheit Bereichern sich Apotheken bei Herstellung von Krebsmedikamenten? Trierer Apotheker wehrt sich

Trier · Bis zu 1.000 Euro extra sollen Apotheker mit der Herstellung von Krebsmedikamenten verdienen. Das wird in einem Fernsehbeitrag behauptet. Der Trierer Apotheker Michael Raber spricht von einer böswilligen Unterstellung.

 Nur wenige Apotheken in Deutschland dürfen Krebsmedikamente herstellen. Foto: dpa

Nur wenige Apotheken in Deutschland dürfen Krebsmedikamente herstellen. Foto: dpa

Foto: dpa/Uli Deck

Bereichern sich Apotheker, die Krebsmedikamente herstellen, bei der Abrechnung dieser Mittel auf dem Rücken der Versicherten? Dieser Vorwurf steht im Raum, seit Recherchen von NDR, WDR, Süddeutscher Zeitung und dem ARD-Magazin Monitor das angebliche Krebskartell aufgedeckt haben. Dazu wurden interne Preislisten von dem Rechercheverbund ausgewertet. Demnach könnten die Krankenkassen jedes Jahr bis zu 500 Millionen Euro zu viel für diese Zytostatika bezahlt haben. Mehr als 1000 Euro könnten Apotheker, die Krebsmedikamente herstellen, mit einer einzigen Infusion mehr als 1000 Euro extra verdienen, heißt es in dem Monitor-Beitrag vom vergangenen Donnerstag. Grundlage dafür sei eine besondere Genehmigung für die Zubereitung von Chemotherapie- und Antikörper-Infusionen.