Protest gegen Molkerei-Politik

Thalfang · Rund 150 Milchlieferanten haben vor der Hochwaldmolkerei gegen die Situation in der Milch-Branche protestiert.

 Bauern protestieren am Freitag vor der Hochwaldmolkerei gegen die Situation in der Milch-Branche. Foto: Heribert Waschbüsch

Bauern protestieren am Freitag vor der Hochwaldmolkerei gegen die Situation in der Milch-Branche. Foto: Heribert Waschbüsch

Vier Vertreter der Erbeskopf/Eifelperle Genossenschaft, der Muttergesellschaft der Hochwald-Molkerei, hatten als Initiatoren die Landwirte zu der Demonstration aufgerufen. Insgesamt repräsentieren die insgesamt rund 260 Vertreter knapp 5300 genossenschaftlichen Milcherzeuger. Die protestierenden Landwirte beklagten den Preisverfall bei der Milch und fordern durch verschieden Maßnahme eine Reduzierung der Milchmenge.

Kritik übten die Protestler an den jüngsten Veröffentlichungen der Hochwald. Dort hatte das Unternehmen vor einer Verlagerung der Molkereisaldierung auf eine Bundessaldierung gewarnt. Nach Ansicht der demonstrierenden Bauern könne der Milchpreis aber nur steigen, wenn die Milchmenge insgesamt reduziert werde. Hochwald-Geschäftsführung, Vorstand und Aufsichtsrat, stellten sich in einer Diskussion den Protestlern.

Im Gegensatz zu dem Protest, sehen die Hochwald-Verantwortlichen Nachteile auf die Molkerei zukommen, würden deutsche Bauern sich einseitig auf eine Reduzierung ihrer Milchkontegente verabreden. "Wir leben nicht auf einer Insel. Diese Kapazitäten würden schnell durch ausländische Milchproduzenten besetzt", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Jürgen Sehn.

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