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Prozess um tödlichen Drogen-Cocktail nach sieben Minuten vertagt

Prozess um tödlichen Drogen-Cocktail nach sieben Minuten vertagt

Weil er mitverantwortlich am Tod seiner ehemaligen Freundin sein soll, muss sich sich seit Montag ein 30 Jahre alter Mann aus Nordrhein-Westfalen vor dem Trierer Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Informationstechniker Totschlag durch Unterlassen vor.

(sey) Nach nur sieben Minuten war der erste Prozesstag bereits wieder beendet. Staatsanwalt Eric Samel las die Anklageschrift vor, dann wurde der Prozess auf nächsten Montag vertagt. Grund: Der Angeklagte wollte zunächst weder Angaben zur Person noch zu den Vorwürfen machen.

Laut Anklageschrift hatte die Ex-Freundin nach einem Beziehungsstreit einen lebensgefährlichen Drogen-Cocktail getrunken. Obwohl er um die Gefährlichkeit des Mittels gewusst habe, soll der 30-Jährige nicht den Notarzt alarmiert, sondern die Wohnung verlassen haben. Die 20-Jährige wurde wenig später tot aufgefunden. Sie hätte gerettet werden können, wenn der Notarzt rechtzeitig gerufen worden wäre, sagt der Staatsanwalt.

Der ehemalige Lebensgefährte der jungen Frau war im Februar verhaftet worden, acht Monate nach dem Vorfall. Für den heute beginnenden Prozess gegen ihn sind neun Verhandlungstage angesetzt. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Gefängnis.