| 20:41 Uhr

Afrikanischer Jugendseelsorger in Prüm

In Burkina Faso arbeiten bis zu 200 000 Kinder unter 15 Jahren in Goldminen. Foto: Steven Pan/obs/RTL II
In Burkina Faso arbeiten bis zu 200 000 Kinder unter 15 Jahren in Goldminen. Foto: Steven Pan/obs/RTL II FOTO: RTL II (e_pruem )
Prüm. Marcellin Ouédraogo hat im Pfarrheim von seiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen berichtet. Redaktion/Fritz-Peter Linden

Sie müssen unter unmenschlichen Bedingungen nach Gold schürfen: Kinder und Jugendliche aus dem westafrikanischen Burkina Faso. Abbé Marcellin Ouédraogo versucht, ihnen bessere Lebensbedingungen zu verschaffen. Auf Einladung der Pfarreiengemeinschaft und des Weltladens Prüm berichtete Ouédraogo im Pfarrheim, wie er nördlich der Hauptstadt Ouagadougou zusammen mit einem Mitbruder die Eltern davon zu überzeugen versucht, ihre Kinder zur Schule zu schicken anstatt dabei zuzusehen, wie sie Leben und Gesundheit aufs Spiel setzen.

In der anschließenden Diskussion überraschte der Jugendseelsorger immer wieder mit seinem Optimismus und seiner ansteckenden Freude über kleine, positive Schritte, von denen er inmitten der prekären Lage vieler Familien zu berichten wusste.

Zweites Thema: die geplante Fusion von Bayer mit dem Saatgut-Konzern Monsanto. Auf Einladung von Weltladen, Pfarreiengemeinschaft Prüm, Landfrauen und Katholischer Erwachsenenbildung, Westeifel war Misereor-Referentin Anja Mertineit zu Gast im Pfarrheim und berichtete anschaulich von den Gefahren dieser geplanten Fusion. Als größter Anbieter von Saatgut und Pestiziden weltweit würde "Bay-Santo" entscheidenden Einfluss auf Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt erhalten. Anja Mertineit stellte ein Projekt von den Philippinen vor, bei dem Kleinbauern sich zusammengeschlossen haben, um Saatgut zu züchten und damit höhere Erträge zu generieren. Ihre bis dahin vorhandene Abhängigkeit von Monsanto hatte bei den meisten zu einer hohen Verschuldung geführt.