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Arla erwägt Fusion mit ostbelgischer Genossenschaft Walhorn

Das Arla-Milchwerk in Pronsfeld wird auch in diesem Jahr noch einmal erweitert: Knapp 17 Millionen Euro investiert der Konzern in der Eifel. Foto: ARla
Das Arla-Milchwerk in Pronsfeld wird auch in diesem Jahr noch einmal erweitert: Knapp 17 Millionen Euro investiert der Konzern in der Eifel. Foto: ARla
Eupen/Pronsfeld.. Wächst Arla Foods weiter? Die dänisch-schwedische Molkereigenossenschaft Arla Foods mit Standort in Pronsfeld und die ostbelgische Molkerei Walhorn (EGM) in Eupen wollen fusionieren. Mitte Mai sollen nun die beiden Vertreterversammlungen über den Wunsch der Aufsichtsräte entscheiden.


Die Eupener Genossenschaftsmolkerei Walhorn (EGM) und Arla Foods wollen zusammengehen. Die Aufsichtsräte beider Genossenschaften haben ihren Mitgliedern dazu einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. Mitte Mai entscheiden nun die Vertreterversammlungen beider Genossenschaften darüber, ob die Fusion vollzogen werden soll. Um den Zusammenschluss bis Ende Juli dieses Jahres verwirklichen zu können, ist eine Zustimmung von mindestens 75 Prozent in beiden Genossenschaften notwendig. Beide Molkereien agieren international: Die 12.600 Anteilseigner der für Käsespezialitäten sowie für Butter bekannten Arla Foods sind Landwirte aus Schweden, Dänemark, Deutschland, Belgien, Luxemburg und Großbritannien. Die rund 800 Mitglieder der Walhorn-Genossenschaft kommen größtenteils aus Belgien und Deutschland sowie aus den Niederlanden und liefern rund 550 Millionen Kilogramm Milch pro Jahr.

Arla ist das fünftgrößte Molkereiunternehmen Europas. Gemäß seiner Strategie 2017 will es innerhalb und insbesondere auch in Ländern außerhalb der EU wachsen. "Diesen Weg kann Arla mit der Eupener Genossenschaftsmolkerei gemeinsam fortfuhren: Die Molkerei in Walhorn würde unsere Produktionsstätten in Pronsfeld und im niederländischen Nijkerk ergänzen, die wir damit noch besser auslasten könnten", erklärt Ake Hantoft, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Arla Foods.