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Bahnstrecken-Streit: Gutachten angefordert

Prüm/Koblenz. Wie viel Geld wird benötigt, um die stillgelegte Bahnstrecke von Prüm nach Gerolstein wieder instand zu setzen, so dass dort ein touristischer Schienenverkehr möglich ist? Diese Frage soll nun ein Gutachten im Auftrag des Oberverwaltungsgerichts Koblenz klären. Dort klagt die Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) aus Bonn gegen das Land auf eine Betriebsgenehmigung für die besagte Strecke (der TV berichtete).

Doch die Einschätzungen, was die Instandsetzung der rund 23 Kilometer langen Gleisstrecke kostet, gehen weit auseinander.
Während die Rhein-Sieg-Eisenbahn mit 275 000 Euro rechnet, geht das Land von einem Investitionsvolumen von mindestens 1,5 Millionen Euro aus und stützt sich dabei auf eine Untersuchung des Landesbetriebs Mobilität. Der nun beauftragte Gutachter soll nun eine neutrale Einschätzung abgeben, erst dann wird das Oberverwaltungsgericht in dem Verfahren ein Urteil fällen.
Doch wann wird das der Fall sein? "Das können wir derzeit nicht sagen", sagt Richter Thomas Stahnecker, Medienreferent beim Oberverwaltungsgericht in Koblenz. Das Warten auf eine Entscheidung geht weiter. ch