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Leserbrief
Befremden und Unverständnis

Klapperkinder

Zu dem Artikel „Eifeler Jungs halten (und klappern) zusammen“ vom 24. März schreibt dieses Leserin:

Mit Befremdung und Unverständnis habe ich den Artikel zum „interkulturellen Klappern mit Auszeichnung“ in Prüm gelesen. Ich frage mich, wofür die beiden ausgezeichnet werden.

Dass sie zusammen klappern waren???

Dann hat die ADD und alle Bürgermeister in den nächsten Tagen viel zu tun: momentan ziehen nämlich wieder hunderte Klapperkinder durch die Dörfer. Manche schon seit vielen Jahren und mehrmals täglich.

Ist dieses Ehrenamt nichts wert, nur weil man mit den Dorf- und Nachbarskindern zusammen unterwegs ist?

Ist es nicht Ehrensache, dass ein Großer auf das Kindergartenkind beim Klappern aufpasst, dass man morgens früh oder abends spät gemeinsam unterwegs ist, bei Wind und Wetter?

Dass man Freunde, seien sie evangelisch, katholisch oder was weiss ich mitnimmt und teilhaben lässt?

Ich frage mich, sind unsere normalen Klapperkinder nichts mehr wert? Muss man immer mit etwas Besonderem trumphen und braucht dazu noch eine Auszeichnung?

Nein, dafür habe ich kein Verständnis.

Ich bedanke mich bei all den anderen Klapperkindern, die einfach so aus Freude, für ein paar Eier oder Münzen, dieser Tage unterwegs sind, einfach weil Ostern ist!