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Benefizkonzert für „Eifel hilft“
Kasalla kommt nach Prüm: Bereit für einen richtig schönen Abend

Blickrichtung Prüm: die Musiker von Kasalla.
Blickrichtung Prüm: die Musiker von Kasalla. FOTO: Ben Wolf
Prüm. Die Kölner Erfolgsband Kasalla kommt nach Prüm, um den Verein „Eifel hilft“ zu unterstützen. Der Kartenverkauf ist gestartet – und wer dabei sein will, sollte sich beeilen. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Wer die Lanxess-Arena in Köln zweimal hintereinander ausverkauft, der wird das locker mit der Karolingerhalle in Prüm schaffen: Jedenfalls sieht es bereits jetzt ganz danach aus, als werde das Konzert von Kasalla am Donnerstag, 20. September, vor vollem Haus ablaufen. „Die Karten scheinen schnell wegzugehen“, sagt Tobias Schmitz. Der Prümer Musiker (Roxxbusters, von Brücken) ist Geschäftsführer des Vereins „Eifel hilft“, der in der Region Menschen in Not unterstützt.

Und für „Eifel hilft“ werden Kasalla auch im September auftreten – ohne Gage, bezahlt werden nur die Crew und das nötige Drumherum. Damit der Erlös dem Verein und dessen Arbeit zur Verfügung gestellt werden kann.


Tobias Schmitz, Musiker und Geschäftsführer von „Eifel hilft“, mit dem Konzertplakat auf dem Prümer Hahnplatz.
Tobias Schmitz, Musiker und Geschäftsführer von „Eifel hilft“, mit dem Konzertplakat auf dem Prümer Hahnplatz. FOTO: Fritz-Peter Linden

„Es soll ein schöner Abend werden“, sagt Tobias Schmitz. Zugleich wolle man aber auch zeigen, was mit den Einnahmen des ersten Benefizkonzerts vor zwei Jahren (mit von Brücken, Roxxbusters und Elastiq) und mit den Spenden geschehen sei, die bisher beim Verein eingegangen seien. Jüngste Aktion: Der Verein half dem jungen Marokkaner Noureddine Edoummi, seine Familie wiederzufinden, der er als Kind von Entführern entrissen worden war (der TV berichtete).

Bereit für Prüm: Kasalla. Von links: Flo Peil, René Schwiers, Sebastian Wagner, Bastian Campmann, Nils Plum.
Bereit für Prüm: Kasalla. Von links: Flo Peil, René Schwiers, Sebastian Wagner, Bastian Campmann, Nils Plum. FOTO: Ben Wolf

Wenn man eine solche Geschichte zu hören bekomme, sagt Schmitz, „ist man danach doch wieder ein bisschen geerdet und stellt fest, was für eine behütete Kindheit man doch hatte“. Man hilft aber nicht nur Migranten oder Flüchtlingen, sondern auch den Eifelern. Nach dem Hochwasser vom 1. Juni spendete der Verein unter anderem 500 Euro an geschädigte Bürger in Bleialf – und gab kürzlich Geld ans Krankenhaus in Stolberg, wo Mitgründer Hubert vom Venn oft auf der Kinderstation den kleinen Patienten vorliest: Dort seien sämtliche Spielsachen gestohlen worden. „Eifel hilft“ sorgt nun dafür, dass neue gekauft werden können.

Jetzt also: Kasalla. Wie kam’s dazu? Organisiert habe den Auftritt Dominik Hoffmann aus Prüm, „weil er das einfach gut kann“, sagt Tobias Schmitz. Zugleich bestehen aber auch langjährige Verbindungen zwischen den Musikern: Kasalla-Bassist Sebastian Wagner, der in Bitburg aufwuchs, „hat mit mir zusammen an der Popakademie Mannheim studiert“, erzählt Schmitz. „Und Flo Peil, den Gitarristen, kenn ich auch schon sehr lange“.

Die enge Verbindung ist auch bereits vor großem Publikum dokumentiert worden: Als Kasalla 2016 zum fünfjährigen Bandbestehen in der Lanxess-Arena spielten, luden sie Schmitz und Nicholas Müller zu einem Gastauftritt ein. Kasalla seien mittlerweile eine der größten Bands im Kölschrock, sagt Tobias Schmitz anerkennend. „Wir sind echt froh, dass wir sie für Prüm gewinnen konnten.“

Für Sebastian Wagner ist der Auftritt sogar eine Wiederkehr: „Ich hab schon beim Prümer Sommer gespielt“, sagt der Bassist. „Damals mit Choc-a-Bloc“. Er erinnert sich auch an seine erste Begegnung mit Tobias Schmitz: „Ich muss so 14, 15 Jahre alt gewesen sein. Da hab ich Tobi zum ersten Mal getroffen, das war bei einem Workshop der Jazzinitiative Eifel.“

Das Engagement des Vereins „Eifel hilft“ findet Sebastian Wagner großartig – ein weiterer Grund dafür, dass er gern nach Prüm zurückkehrt: „Ich freu mich riesig auf den 20. September. Und die Jungs auch. Zudem helfen wir bei etwas sehr Schönem.“

Kurz: Man habe das Gefühl, „etwas Gutes zu tun. Und das in einer Gegend, wo wir gerne spielen.“ Es könnte also klappen mit dem schönen Abend.

Die Benefizkonzerte von „Eifel hilft“ sollen übrigens zur regelmäßigen Einrichtung werden: „Wir wollen eine jährliche Tradition daraus machen“, sagt Tobias Schmitz. „Ich weiß nicht, ob wir das hinkriegen. Aber das ist schon der Plan.“

Die Karten für das Konzert am Donnerstag, 20. September, kosten im Vorverkauf 19 Euro, an der Abendkasse 23 Euro. Man erhält sie in den Filialen der Volksbank Eifel in Prüm, Bitburg und Gerolstein.