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Chorkonzert
Großer Klang in der Lissendorfer Kirche

Die Proben laufen, am Sonntag gilt‘s: Andreas Bell (am Klavier) und die Musiker, die beim Konzert mitwirken.
Die Proben laufen, am Sonntag gilt‘s: Andreas Bell (am Klavier) und die Musiker, die beim Konzert mitwirken. FOTO: Anke Kettel
Lissendorf. Gleich zwei Chöre und weitere Musiker treten am ersten Adventssonntag beim gemeinsamen Konzert auf, mehr als 50 Musiker machen mit. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Das wird eine große Zusammenkunft: Mehr als 50 Musiker werden am Sonntag, 2. Dezember – zugleich 1. Advent – in der Lissendorfer Pfarrkirche ein vorweihnachtliches Konzert geben. Die Leitung hat Andreas Bell aus Schüller, Chorchef und Organist in Lissendorf. Vielen Eifeler Musikfreunden dürfte er auch als Mitglied des Collegium Vocale bekannt sein. Die A-Capella-Formation tritt leider nicht mehr auf (der TV berichtete).

Einige ihrer Mitglieder bleiben aber musikalisch hochaktiv. Wie Andreas Bell, der jetzt das große Chorkonzert am Sonntag vorbereitet. Der Lissendorfer Stammchor hat 34 Mitglieder, projektweise – und eben auch beim Adventskonzert – steigen immer wieder weitere Sänger ein. Seit Anfang September laufen die Proben und weiteren Vorbereitungen für das Konzert. Ebenfalls mit dabei sein werden die 20 Sänger vom Werkchor des Gerolsteiner Brunnens und eine begleitende Gruppe von Instrumentalisten.

Andreas Bell ist zwar erst 33 Jahre alt, seit 13 Jahren aber schon Chorleiter in Lissendorf. Die Leidenschaft begann früh: Als Kind sei er mit seiner Mutter an einer Kirche vorbeigegangen, sagt er. „Ich hörte die Orgelmusik und wollte dieses Instrument direkt lernen. Ich bin als Kind immer gerne in die Kirche gegangen, war regelmäßig als Messdiener eingeteilt und begeistert von der Orgelmusik.“

Mit fünf Jahren erhielt er seine erste musikalische Früherziehung, als Zehnjähriger lernte er Klavier und Orgel, spielte Trompete und Tenorhorn im Musikverein Berndorf, wo er auch im Kirchenchor sang. Er war Organist in Niederbettingen und Oberbettingen, dort übernahm er auch im Alter von 15 Jahren die Leitung des Frauenchors. Neben seiner Tätigkeit als Chorleiter und Organist in Lissendorf spielt er auch die Orgel in Jünkerath und leitet dort den Jugendchor.

Geübt hat er täglich bei seinen Großeltern, dort stand ein Klavier. Und weil er so früh mit dem Musizieren begonnen hatte, durften die Eltern den Sohn kutschieren. Was dazu führte, dass sie regelmäßig zwei Gottesdienste nacheinander besuchten: „So kam es oft vor, dass Sie zum Beispiel den Blasiussegen oder das Aschekreuz doppelt empfangen haben. Sie waren froh, als ich meinen Führerschein in der Tasche hatte.“ Und heute eben auch das Organisten- und Chorleiter-Examen für nebenamtliche Kirchenmusiker der bischöflichen Kirchenmusikschule. Der Eintritt zum Konzert ist frei, Beginn um 16 Uhr.