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Nachruf
Er trug einen für Musiker wirklich großen Namen

Oskar Schubert beim Musizieren in Gerolstein.
Oskar Schubert beim Musizieren in Gerolstein. FOTO: Daniel Zielke / TV
Jünkerath. Der Jünkerather Musiker Oskar Schubert ist gestorben. Er ist der Ur-Ur-Urgroßneffe von Franz Schubert.
Fritz-Peter Linden

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist bereits in der vorigen Woche der Jünkerather Musiker Oskar Schubert nach schwerer Krankheit gestorben. Der Musiker und Komponist wurde 74 Jahre alt.

Schubert war vor allem in der Vulkaneifel bekannt und trat an zahlreichen Orten auf. Er betätigte sich auch als Komponist, eine Reihe von Musikern spielten seine Melodien und nahmen sie auf CD auf.

Vor 21 Jahren porträtierte der TV den Wahl-Jünkerather. Damals war zu lesen, dass Oskar Schubert praktisch Musiker werden musste – sein Vater war bereits Konzertmeister gewesen. Wirklich berühmt ist jedoch ein noch viel früherer Vorfahr: der Komponist Franz Schubert. Oskar Schubert war dessen Ur-Ur-Urgroßneffe.

Oskar Schubert wurde in Budapest geboren, er lebte seit 1972 in Deutschland und trat gemeinsam mit seiner Frau Liz auf vielen Bühnen auf. 1989 zogen die beiden in die Eifel. Den Grund verriet Schubert dem TV: „Ich wollte mich ganz auf das Komponieren konzentrieren.“ So kamen insgesamt mehr als 2500 Kompositionen zustande, allesamt „stilistisch gehobene Unterhaltungsmusik“, wie er es selbst nannte. Großer Erfolg war ihm damit nicht vergönnt.

Allerdings machte er sich bei seinen Auftritten viele Freunde: „Seine Musik war sehr gern gehört und einfach toll“, sagt Dieter Klaus, einer von Schuberts Jünkerather Freunden. „Für Jünkerath schrieb er das Lied ,Die ewigen Berge’. Das haben Jakob Juchems und Dieter Dederichs, das Kylltal-Duo, immer gespielt.“

Für die Beerdigung ist noch kein Termin angesetzt.