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Kirche
Befürchtungen bestätigt: In Bleialf stimmt Statik nicht

Die Kirche von Bleialf.
Die Kirche von Bleialf. FOTO: e_pruem <e_pruem@volksfreund.de>
Bleialf. Die Kirche im Schneifeldorf muss nun doch weitgehend gesperrt werden. Die Gefahr, dass Deckenteile herabstürzen, ist derzeit zu groß. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Ein wenig Hoffnung hatten die Bleialfer und ihr Pfarrer Jochen Kohr ja noch, dass sie weiter ihre Kirche würden besuchen dürfen. Zwar können die Seitenschiffe wegen Einsturzgefahr bereits seit längerer Zeit nicht mehr genutzt werden. Inzwischen aber stellte sich heraus: Auch das Mittelschiff birgt Gefahren, da wegen geborstener Dachbalken Deckenteile nach unten stürzen könnten (der TV berichtete). Die Balken wurden gestützt, weshalb es vorläufig keine Sperrung gab – bis die Verhältnisse und die Statik geklärt sind. Das sei nun, wie Jochen Kohr gegenüber dem TV sagt, der Fall.

Und die Konsequenzen sind nicht schön: „Leider ist die Befürchtung wahr geworden“, sagt der Pfarrer. „Nachdem Statiker und Prüfingenieur anhand der vom Zimmermann ermittelten Daten die Statik durchgerechnet haben, ist auf Anordnung des Statikbüros SK Ingenieure das Mittelschiff der Kirche unverzüglich zu schließen.“
Die überlastete Konstruktion, sagen die Fachleute, könne durch Erschütterungen, Windlast und ähnliche Beeinträchtigungen jederzeit weiter brechen und die Drahtputzdecke im schlimmsten Fall abreißen und herunterstürzen.

Am Dienstag, 10. April, sagt Pfarrer Kohr, „wird ein Ortstermin mit allen Verantwortlichen hoffentlich eine Klärung über die weitere Vorgehensweise bringen“. Allerdings stehe fest: „In der nächsten Zeit ist Improvisation gefragt, denn wie in Prüm ist nun auch in Bleialf der mit Abstand größte Kirchenraum in der Pfarreiengemeinschaft geschlossen.“ Man habe jetzt den alten Kirchenteil so hergerichtet, dass dort Gottesdienste gehalten werden können. Er biete Raum für etwa 160 Personen.