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Die Zeit der Säcke ist vorbei

Der Müll, die Stadt und der Schnee: Auch in der Hahnstraße wird wieder alles abgeholt. TV-Foto: Fritz-Peter Linden
Der Müll, die Stadt und der Schnee: Auch in der Hahnstraße wird wieder alles abgeholt. TV-Foto: Fritz-Peter Linden
Prüm. Die Müllabfuhr fährt wieder normal, am Donnerstag ist die graue Tonne dran. Nur am Hahnplatz ruhen die Arbeiten. Fritz-Peter Linden

Prüm Na also: Das Müllauto traut sich wieder in die Stadt, auch in der Hahnstraße müssen die Anlieger ihre Tonnen nicht mehr bis zum Johannismarkt rollen, um sie entleeren zu lassen: Die Schneeschmelze der vergangenen Tage schafft wieder Platz für eine geregelte Abfuhr.
"Ist es dagewesen?", fragt Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy. "Oh Mann - ich hatte heute Morgen schon Angst, dass die da nicht reinfahren."
Doch, sind sie, auch in die enge Hahnstraße, wo man ja derzeit wegen der Baustelle parken darf. Sie, die Müllmänner, haben die blauen Papiertonnen leergemacht und sind rückwärts wieder raus.
Die Stadtbürgermeisterin hofft nun vor allem am Donnerstag, wenn die grauen Normalmülltonnen geleert werden, auf eine Entspannung auch in der Enggasse und Steinkaulstraße. Dort sei nämlich in den vergangenen Wochen wegen der Schneehaufen kein Müllauto reingefahren.
Die Stadtchefin kaufte deshalb Müllsäcke und stellte sie den Bürgern kostenlos zur Verfügung, damit sie ihren Abfall irgendwohin packen konnten.
"Ich bin richtig froh, wenn es wieder läuft", sagt Mathilde Weinandy. Das tut's leider noch nicht auf der Hahnplatzbaustelle: Der geplante Wiederbeginn in der zweiten Januarwoche (der TV berichtete) verschiebt sich weiter. Denn der Platz liegt immer noch unter Schnee, außerdem sei der Boden noch gefroren, sagt Vorarbeiter Rainer Schönecker: "Es muss schon zumindest eisfrei sein." Außerdem sei es zurzeit schwierig, Material zur Baustelle zu bringen oder wegzufahren.
Daher habe es noch keinen Sinn, mit den Arbeiten jetzt anzufangen. Unter anderem soll vor der Basilika ein Technik-Schacht gegraben werden für den dort vorgesehenen Brunnen, etwa vier Meter tief. Genau dort, wo jetzt noch einige Parkplätze sind. "Aber wenn ich nicht weiß, ob wir dann auch durcharbeiten können, wäre es dumm, jetzt die Parkplätze wegzumachen", sagt Schönecker.
Dennoch: "Wir stehen Gewehr bei Fuß. Sobald alles frostfrei ist, legen wir los."