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Unterdrückung
Das bewegende Porträt eines Volks ohne jede Hoffnung

Man tat ihnen die furchtbarsten Dinge an: Eine Bildreihe mit Porträts von Rohingya-Frauen in Kutupalong und dem Flüchtlingslager Gundum in Bangladesch
Man tat ihnen die furchtbarsten Dinge an: Eine Bildreihe mit Porträts von Rohingya-Frauen in Kutupalong und dem Flüchtlingslager Gundum in Bangladesch FOTO: dpa / Wong Maye-E
Prüm. Der Soroptimist-Club Bitburg-Prüm zeigt am Mittwoch im Konvikt einen bewegenden Dokumentarfilm über das Schicksal der Rohingya in Myanmar. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Verfolgt, verachtet, misshandelt, ermordet: Den Rohingya, Angehörigen einer muslimischen Minderheit in Myanmar, wurden in den vergangenen Jahrzehnten vor allem vom Militär die grauenvollsten Dinge angetan. Soeben hat deswegen Kanada Myanmars Regierungschefin, der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die Ehren-Staatsbürgerschaft entzogen.

Über das Schicksal der Rohingya gibt es jetzt eine Dokumentation: „Der Rauch hinter den Hügeln“ heißt der Film, den der Soroptimist-Club Bitburg-Prüm am Mittwoch, 10. Oktober, 19.30 Uhr, im Konvikt zeigt.

Den Film haben zwei Soziologiestudenten gedreht, als sie nördlich von Bangkok das wohl größte Flüchtlingslager der Welt in Bangladesch besuchten. In diesem Lager leben etwa 900 000 aus Myanmar geflüchtete Rohingya.

Eine Woche verbrachten die beiden dort, hielten ihre Erlebnisse und Gespräche mit Geflüchteten mit der Kamera fest und drehten darüber ihren ersten Dokumentarfilm. Entstanden ist ein dreißigminütiger Film, der es laut Ankündigung schafft, „in ruhigen und meist nüchternen Bildern die beklemmende und dramatische Situation der Rohingya in ihrem Exil festzuhalten“.

Die Berichte der Geflüchteten über ihre Verfolgung und Vertreibung aus Myanmar seien „schockierend und anrührend zugleich“. Meist erzählten die Rohingya „ruhig und distanziert von ihren traumatischen Erlebnissen. Eine Rückkehr in ihre Heimat scheint momentan aussichtslos.“ Einer der beiden Filmemacher, aktuell mit der Friedrich-Ebert-Stiftung in Myanmar unterwegs, wird an diesem Abend per Skype nach Prüm zugeschaltet.

Der Eintritt ist frei. Spenden für den Verein „Hilfe für Rohingya“, der auch vom Soroptimist-Club Bitburg-Prüm unterstützt wird, sind willkommen.

Mehr im Internet unter http://hilfefuerrohingya.de.