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Ein Hoch auf die Achtziger

 Die Roxxbusters und Nicholas Müller feiern gemeinsam mit rund 600 Zuschauern in der Prümer Karolingerhalle eine Riesenparty zum Jahresabschluss.
Die Roxxbusters und Nicholas Müller feiern gemeinsam mit rund 600 Zuschauern in der Prümer Karolingerhalle eine Riesenparty zum Jahresabschluss. FOTO: Vladi Nowakowski
Prüm. Zum vierten Mal feiern die Roxxbusters gemeinsam mit ihren Fans den Jahresabschluss in der Prümer Karolingerhalle. Musikalischer Gast des Abends vor ausverkauftem Haus ist Von-Brücken-Sänger Nicholas Müller. Vladi Nowakowski

Weihnachten, Roxxbusters, Silvester. In den Terminkalendern der vielen Fans der Band um Gitarrist Frank Rohles ist die letzte Dezemberwoche um einen festen Termin reicher, und daran wird auch in der Zukunft nicht mehr gerüttelt. Denn auch am Freitagabend schaffen es die Roxxbusters zum bereits vierten Mal, die Karolingerhalle in einen Rock-Hexenkessel zu verwandeln - inklusive brechend vollem Haus, bestgelauntem Publikum und Musikern in großartiger Spiellaune, denen auch nach drei Stunden auf der Bühne immer noch ein Song einfällt, mit dem sie den Zuschauern einheizen können. Der Fundus, aus dem sich die Band bedienen kann, ist ja auch nahezu unendlich: In den 1970er und vor allem den 1980er Jahren jagte ein Hit den nächsten, die Schallplattenindustrie verzeichnete märchenhafte Umsätze und die damals angesagten Bands lieferten sich im Wochentakt Rangeleien um die vorderen Hitparaden-Plätze - fast schien es, als seien sie allesamt als kleine Kinder in einen Topf mit musikalischem Zaubertrank gefallen. „Die Liste ist verdammt lang“, sagt Roxxbusters-Sänger Hagen Grohe. „So sehr wir uns bemühen - alle unsere Lieblingssongs werden wir niemals in einem Programm unterbringen können. Dafür müssten wir eine Woche lang ununterbrochen auf der Bühne stehen.“ Das wiederum halten die Fans der Band für eine gute Idee. „Da bin ich dabei!“, schreit ein Besucher im Roxxbusters-T-Shirt und mit aufblasbarer E-Gitarre in den aufbrausenden Jubel hinein. Beim diesjährigen Konzert werden Fanwünsche wahr: Aus einem Wust an Vorschlägen haben die Roxxbusters Titel ausgesucht und zur großen Freude ihres Publikums in ihr Programm integriert. „Owner Of a Lonely Heart“ von Yes, „Love is Like Oxygen“ von Sweet und „Schools out“ von Alice Cooper erkennen die Leute bereits nach wenigen Tönen und feiern frenetisch jeden der Songs. „Bisher ein fantastischer Abend“, sagen Dörthe und Anne aus Bitburg in der Pause. In wenigen Minuten soll der Gaststar des Abends auftreten. „Nicholas Müller - auf den sind wir besonders gespannt.“ Wie der ehemalige Jupiter -Jones-Sänger, der nun gemeinsam mit Keyboarder Tobias Schmitz mit der Band „Von Brücken“ bundesweit beachtet durchstartet, seinen Auftritt gestaltet, ist vor der Halle allgemeines Gesprächsthema. „Vielleicht singt er ja Songs aus den 90er Jahren“, fragt sich Dörthe. „Titel von Jupiter Jones singt er bestimmt nicht - eher etwas von seiner aktuellen Band“, meint Anne. Nikki Müller, vom Publikum mit großem Hallo begrüßt, widmet sich zuerst einem Peter-Gabriel-Song (Talk to Me), zelebriert „I Go To Extremes“ von Billy Joel und bringt eine mitreißende Version von Marc Cohns „Walking In Memphis“, die das Publikum minutenlang bejubelt. Zur lauthals geforderten Zugabe lassen die Roxxbusters gemeinsam mit Nicholas Müller die 70er, 80er und 90er weit hinter sich. „Gold gegen Blei“ vom aktuellen Von-Brücken-Album „Weit weg von fertig“ ist einer der Titel des Abends, den die rund 600 Zuschauer lauthals und voller Freude mitsingen. „Ich bin stolz, mit diesen Herren auf einer Bühne zu stehen. Danke euch“, ruft ein sichtlich geschaffter Nicholas Müller nach seinem Auftritt.