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Einen Orden für die Bertradaburg

Hubert vom Venn, Stamos Papas und Kurt Schreiber (von links) hängen den Roetgener Prinzenorden an die Bertrada burg in Mürlenbach – mögliche Geburtsstätte von Karl dem Großen. Foto: privat
Hubert vom Venn, Stamos Papas und Kurt Schreiber (von links) hängen den Roetgener Prinzenorden an die Bertrada burg in Mürlenbach – mögliche Geburtsstätte von Karl dem Großen. Foto: privat
Mürlenbach/Roetgen. Schön jeck: Die Narren der Karnevalsgesellschaft Roetgen, darunter auch Eifel-Kabarettist Hubert vom Venn, haben der Bertradaburg in Mürlenbach einen Besuch abgestattet. Und sie brachten einen Orden mit.

Mürlenbach/Roetgen. Es begann alles vor zehn Jahren mit einer Wette: Bei einem Treffen der Karnevalsgesellschaft Roetgen mit dem Kulturkreis der Gemeinde fiel plötzlich der Satz: "Bis zum Start des Rosenmontagszugs sollt ihr den Prinzenorden an die Akropolis hängen! Das schafft Ihr nicht."
Stamos Papas, Hubert vom Venn und Kurt Schreiber, überzeugte Eifeler aus Konzen und Athen, nahmen die Wette an. Und bereits an Weiberdonnerstag lag der Prinzenorden auf den Stufen der Akropolis. "Und da in der Eifel etwas Einmaliges schon eine Tradition ist", sagt Hubert vom Venn, wurde die Idee im nächsten Jahr wieder aufgegriffen.
Aufgabe: Der Ort muss irgendetwas mit Eifel oder Griechenland zu tun haben. Und so entstand ein Preis, auf den die Welt gerade noch gewartet hatte. In den folgenden Jahren hängte man den Orden des jeweiligen KG-Prinzen an das Denkmal von Fritz von Wille in Hillesheim-Kerpen, an das Denkmal des Marathon-Läufers, an das Grab des Hauptmanns von Köpenick in Luxemburg (doch, doch, das ist Eifel), an den Eiffelturm (die Vorfahren von Gustave Eiffel stammten aus Marmagen), den Tempel des Poseidon, an den Clara-Viebig-Brunnen im "Weiberdorf" Eisenschmitt, an den Eifelkoch Thomas Herrig aus Meckel sowie an den höchsten Berg von Belgien. Eine Delegation der KG Roetgen verlieh nun durch das Prinzenpaar Agi I. und Franz-Josef I. im Garten der Roetgen Therme den Orden an die "Drei vom Theater" - diese mussten schon am Folgetag die Aufgabe erfüllen: "Findet den (historisch nie nachgewiesenen) Geburtsort von Kaiser Karl in der Eifel!".
Keine 24 Stunden später hing der Orden an der Betradaburg in Mürlenbach, nach der Überlieferung ein möglicher Geburtsort Karls. Auf jeden Fall hat seine Mutter Bertrada dort gelebt - aber wer will das heute noch beweisen?
"Schön war kurz vor der Betradaburg der Besuch in Weißenseifen", erzählt Hubert vom Venn. "Spontan hat uns die Familie Schmitz zu einem Schnäpschen eingeladen." Zum Wohl, die Herren. fpl