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Entscheidung über Bahnstrecke erst im kommenden Jahr

Koblenz/Prüm. Wird die Bahnstrecke von Prüm nach Gerolstein reaktiviert? Die Entscheidung darüber steht immer noch aus. Die Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) aus Bonn, die die Gleise wieder nutzen möchte, hat dafür keine Genehmigung vom Land erhalten.

Gegen diese Entscheidung hatte die RSE vor dem Verwaltungsgericht Mainz geklagt. Am 15. August wurde die Klage zurückgewiesen. Daraufhin hat die RSE vor dem Oberverwaltungsgericht Koblenz Berufung beantragt. Doch es steht noch nicht fest, ob die Berufung zugelassen wird. Derzeit warte man auf die Stellungnahme des Landes, sagt Manfred Stamm, Vorsitzender Richter am Oberverwaltungsgericht. Die gesetzte Frist sei noch nicht abgelaufen. Voraussichtlich werde daher erst im kommenden Jahr entschieden, ob die Berufung angenommen wird. Falls ja, wird das Verfahren neu bewertet. Falls nein, wird das Urteil des Verwaltungsgerichts Mainz rechtskräftig.
Die Verbandsgemeinde Prüm und die Stadt Gerolstein haben die 23 Kilometer lange Bahnstrecke im Dezember 2005 gekauft und zwei Jahre später entschieden, sie in einen Radweg umzubauen.
Doch um die Gleise abzubauen, muss sie entgültig entwidmet werden. Das ist laut allgemeinem Eisenbahngesetz (AEG) nur möglich, wenn es auch langfristig kein Interesse mehr an einer Nutzung der Schieneninfrastruktur mehr gibt. Daran scheitern derzeit die Radwegepläne. ch