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Erst die Eierlage, dann die Sperrung

Schönecken. Betriebsame Zeiten im Burgflecken: In der zweiten Aprilwoche beginnen die Arbeiten an der Sanierung der Ortsdurchfahrt L 5. Die Straße wird vom ersten Tag an gesperrt. Um die Eierlage aber nicht zu behindern, haben die Planer den Baubeginn auf die Zeit nach Ostern gelegt. Frank Auffenberg

Schönecken. Die Tage werden länger, der Schnee ist bis auf wenige weiße Tupfer in den Höhen abgeschmolzen, und schon wird es ernst - nach Jahren der Planung beginnen in wenigen Wochen im Flecken die Arbeiten an der Sanierung der Ortsdurchfahrt L 5. "Direkt nach Ostern soll es losgehen", teilt Josef Arens vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein mit. Man habe den Baubeginn bewusst auf die Zeit nach der Karwoche gelegt: "Ostern ist für Schönecken mit der Eierlage ein wichtiges und großes Fest. Wir wollten das Ereignis nicht mit Sperrungen und der Baustelle stören", sagt er.
Dass auf den Burgflecken große Einschränkungen zukommen, stehe außer Frage, sagt Ortsbürgermeister Matthias Antony, aber man fiebere der Sanierung schon lange entgegen und habe viel Arbeit hineingesteckt: "Das Projekt ist für Schönecken von wirklich hoher Bedeutung. Da müssen wir jetzt einfach durch." Einschränkungen werden die Schönecker auf sich nehmen müssen, wird die Baustelle doch voraussichtlich komplett bei einer Vollsperrung der Straße umgesetzt (der TV berichtete). Die Arbeiten sollen kurz hinter der Kreuzung L 5/L 16 beginnen. "Dann wird auch von Anfang an die Straße gesperrt", sagt Arens. Es wird mit einer Bauzeit von einem Jahr gerechnet (siehe Extra).
Alle zwei Jahre eine Straße


"Natürlich ist das unbequem, aber solche Projekte sind eben wichtig für unsere Zukunft", betont Antony. Apropos Zukunft: Die Bagger rollen noch nicht auf der L 5, und schon hat der Schönecker Rat das nächste Bauprojekt angestoßen. "Die Berliner Straße ist im noch nicht sanierten Bereich teils in einem sehr schlechten Zustand", sagt der Ortsbürgermeister. Vielleicht gehe es noch eine Weile gut, man müsse nur reagieren, bevor die Straße so schlecht sei, dass sie komplett erneuert werden müsse. "Das könnten wir uns wiederum wohl kaum leisten." Hubert Thomas vom Prümer Ingenieurbüro Scheuch erläuterte dem Gemeinderat den Planungsentwurf. "Die Straße lässt sich in zwei Abschnitte einteilen. Der eine ist noch relativ gut in Schuss und muss saniert werden, den anderen müssen wir im Vollausbau durchführen", sagt er.
Auf der 460 Meter langen Sanierungsstrecke soll die Fahrbahnbreite dann von 5,40 Metern auf fünf Meter reduziert werden, die Fußwege würden verbreitert. Indem an verschiedenen Stellen das Niveau der Straße für kleine Stücke angehoben werde, könne der Verkehr beruhigt werden. Ebenfalls geplant sind zwei Fahrbahnverengungen. Die Planer rechnen mit Baukosten von 453 000 Euro. Zwar werde es bis zur Sanierung noch ein bis zwei Jahre dauern, räumt Antony ein, um aber zeitig die Zuschüsse beim LBM Gerolstein beantragen zu können, müsse das Projekt jetzt schon auf den Weg gebracht werden. Die geplanten Arbeiten an der Berliner Straße sind Teil eines Sanierungskonzepts, das für den Flecken erarbeitet worden ist. "Alle zwei Jahre sollten wir eine unserer Straßen renovieren. Schaffen wir das, werden wir kontinuierlich die Straßen in einem guten Zustand halten können", sagt Antony.Extra

Die Ortsdurchfahrt Schönecken wird von der zweiten Aprilwoche an saniert. Geplant ist, auf 500 Metern die L 5 in der Lindenstraße und der Straße Unter der Pfordt für geschätzte 670 000 Euro komplett umzubauen und instandzusetzen. Ebenfalls saniert werden die Gehwege in der Straße Unter der Pfordt. Die Arbeiten werden knapp ein Jahr dauern und in Vollsperrung ausgeführt. Großräumig werden Umleitungsstrecken ausgewiesen. Ein Umleitungssystem wird sowohl den innerörtlichen als auch den Durchgangsverkehr weiträumig um Schönecken herumführen. In Richtung Prüm soll er über Dingdorf und Oberlauch nach Schlossheck und dann zur B 51 geführt werden. In Richtung Gerolstein geht es über die L 16 nach Hersdorf und die L 10 über Wallersheim. aff