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Feuerwehren
„Gaffen kann jeder, helfen muss man wollen“

Die Wehrleute aus Lambertsberg: Mit neuen Klamotten und starkem Motto fällt das freiwillige Engagement noch ein bisschen leichter.
Die Wehrleute aus Lambertsberg: Mit neuen Klamotten und starkem Motto fällt das freiwillige Engagement noch ein bisschen leichter. FOTO: privat
Lambertsberg. Die Früchte einer engagierten Aktion: Es tut sich was bei der Feuerwehr in Lambertsberg, und frisch eingekleidet sind die Retter auch – mit Namen drauf. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Sie haben sich einen guten und gerade in diesen Zeiten besonders passenden Satz als Motto gewählt, die Lambertsberger Wehrleute: „Gaffen kann jeder. Helfen muss man wollen.“ Eine der Neuigkeiten von den Rettern, über die der TV vor drei Jahren zuletzt berichtete: Damals schrieben wir darüber, dass die Retter mit der sogenannten Löscheimeraktion zur Mitgliederwerbung gleich sechs neue Kameraden gewinnen konnten. Und weil das eben schon drei Jahre her ist, sei es höchste Zeit, sagt Ex-Wehrführer Gabriel Nosbüsch, „uns auf den neuesten Stand der Entwicklung zu bringen“.

Ein bisschen Fluktuation hat es gegeben: „Zwischenzeitlich haben vier Personen wegen Erreichens der Altersgrenze beziehungsweise Wohnortwechsels die Feuerwehr verlassen. Aber wir haben auch zwei neue Mitglieder zu verzeichnen – und zwar immer noch aus der Zielgruppe der Löscheimeraktion: Der Mitinhaber des Malerfachbetriebs Hennes und Schmitz aus Hargarten hat ebendort seinen Betrieb gegründet, und Thomas Kockelmann hat dort ein Haus gebaut.“ Und zack, waren beide in der Wehr. Leider habe das Bemühen der Wehrleute auch um weibliche Mitglieder bisher nicht zum Erfolg geführt, „aber wir arbeiten weiter daran“. Richtig so.

Außerdem habe die Feuerwehr für ein dringend benötigtes, zweites Funkgerät und neues Freizeit-Outfit „mal laut durch die Dörfer gerufen“, sagt Nosbüsch. Und der Ruf wurde offenbar gehört: „Auch hierbei waren wir erfolgreich.“

Die Feuerwehr Lambertsberg bedankt sich deshalb auch bei allen Sponsoren, die die Anschaffung eines zweiten Funkgeräts und neuer Freizeitkleidung ermöglicht haben. Das Gerät war auch bereits im Einsatz: „Als die Kameraden aus Waxweiler unsere Hilfe beim Hochwassereinsatz angefordert haben, hat es für störungsfreie Kommunikation gesorgt, als wir an mehreren Einsatzstellen gleichzeitig gearbeitet haben“, sagt Nosbüsch. Künftig werde damit die Abstimmung untereinander bei Feuerwehreinsätzen und auch bei der Verkehrsregelung bei Prozessionen, Trödelmarkt und ähnlichen Terminen wesentlich verbessert.

Die Freizeitkleidung – leichte Jacken und T-Shirts – sind mit den Namen der Wehrleute bedruckt. Und auf den T-Shirts ist auch das Motto zu lesen – von wegen Gaffen und Helfen, wie schon gesagt.

Arbeits- und urlaubsbedingt war nicht die vollzählige Mannschaft zum Fototermin dabei, die Botschaft der Lambertsberger Wehrleute bleibt aber die gleiche: „Vielen Dank an die Gewerbetreibenden, Unternehmer und Privatpersonen, die uns so großzügig unterstützt haben.“ Anders gesagt: Läuft in Lambertsberg.