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KLASSE-Projekt
Ein Plädoyer für Europa und die Geldanlage

 Die Schüler des Bitburger Willibrords-Gymnasiums fragten die Vertreter der Volksbank und lauschten interessiert den Antworten.
Die Schüler des Bitburger Willibrords-Gymnasiums fragten die Vertreter der Volksbank und lauschten interessiert den Antworten. FOTO: TV / Björn Pazen
BITBURG. Was der Brexit mit der Eifel zu tun hat und warum Sparen immer noch wichtig ist: Experten der Volksbank Eifel stellen sich den Fragen von Oberstufenschülern.

Welche Auswirkungen hätte der Brexit für die Eifel? Wie sicher ist der Euro? Warum soll ich mir fürs Alter Geld zurücklegen? Welche Daten sammelt die Schufa? Das Spektrum der Fragen war schier unendlich, aber die Experten der Volksbank Eifel waren bestens vorbereitet: Am Montag stellten sich Andreas Theis (Vorstand), Christian Pohs (Bereichsleiter Privatkunden) und Anne Peters (Kundenberaterin Jugendbank) den Teilnehmern des Exzellenzkurses vom Bitburger Willibrord-Gymnasium im Rahmen einer Schüler-Pressekonferenz. Den Termin hatten die Oberstufenschüler (elfte und zwölfte Klasse) bestens gewählt, denn er lag zwischen der offiziellen Bilanz-Pressekonferenz der Bank und der Überprüfung durch die Bundesbank. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.


Welche Auswirkungen hätte der Brexit für die Volksbank und die Eifel generell?

Andreas Theis: Niemand weiß, was genau kommt. Die Volksbank Eifel wäre direkt nicht betroffen, weil wir keine internationalen Geschäfte machen. Aber wir haben viele Kunden, die Geschäftsbeziehungen zu Großbritannien haben. Die müssen sich natürlich vorbereiten, was Zoll, Geldverkehr und Lieferanten betrifft.


Kann irgendjemand vom Brexit profitieren?

Theis: Als Bankenplatz kann Luxemburg profitieren, denn viele Finanzinstitute werden ihren Sitz in die EU verlegen. Und weil es in Frankfurt keine Immobilien für die Banken gibt, wäre Luxemburg eine Option.


Ist der Euro sicher?

Theis: Der Euro ist solange sicher, wie es politische Stabilität in Europa gibt. Italien will mehr Schulden machen, in Ungarn und Polen gibt es viele nationalistische Tendenzen, das sind keine guten Nachrichten. Wenn die Menschen Vertrauen zu Europa und dem Euro aufbauen wollen, müssen alle Länder politisch und wirtschaftlich zusammenhalten. Und damit nicht noch mehr Länder auf die Idee kommen, die EU zu verlassen, darf man Großbritannien keine Zugeständnisse machen.


Macht Sparen angesichts der niedrigen Zinsen überhaupt Sinn?

Christian Pohs: Auf jeden Fall macht es Sinn, für das Alter vorzusorgen oder zum Beispiel fürs erste Auto oder das eigene Haus zu sparen. Das Sparbuch ist ja nicht die einzige Möglichkeit. Bausparverträge, Aktien oder auch Immobilienfonds bieten Renditen, zudem sollten gerade junge Leute immer vor Augen haben, dass die gesetzliche Rente in 50 Jahren alleine nicht mehr ausreicht.


Was macht die Bank, damit Jugendliche nicht in die Schuldenfalle tappen?

Anne Peters: Wir investieren viel in finanzielle Bildung, gehen in Schulen, unterstützen Schülergenossenschaften oder auch den Exzellenzkurs, damit Kinder und Jugendliche den verantwortungsvollen Umgang mit Geld lernen. Wir informieren über Altersvorsorge und Geldanlage, aber auch, welche Versicherungen zum Beispiel ab der Ausbildung wichtig werden.


Die Volksbank bildet aus – aber wie sicher sind Bankjobs denn in Zukunft?

Andreas Theis: Wenn die Bank sich zukunftsfähig aufstellt, sind die Jobs auch sicher. Wir übernehmen alle Auszubildenden, die bleiben wollen. Banken werden auch in Zukunft immer so etwas wie ein Marktplatz sein.