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Frische Farbe für Aloysius

Mit neuem Putz und frischer Farbe haben freiwiliige Helfer den Innenraum der Aloysius-Kapelle in Daleiden verschönt. Foto: Wolfgang Nickels
Mit neuem Putz und frischer Farbe haben freiwiliige Helfer den Innenraum der Aloysius-Kapelle in Daleiden verschönt. Foto: Wolfgang Nickels
Die Renovierungsarbeiten an der Aloysius-Kapelle sind pünktlich zum Fest des heiligen Aloysius abgeschlossen. Viele freiwillige Helfer hatten mitgeholfen, das Gotteshaus wieder ins rechte Licht zu rücken.

Daleiden. (red) Sie war schwer in die Jahre gekommen und sehr renovierungsbedürftig. Doch die Daleidener erklärten sich spontan bereit, in einer gemeinsamen Aktion ihre Aloysius-Kapelle zu renovieren. Innen und außen musste ein neuer Anstrich her, innen teilweise sogar ein neuer Putz. Auch die Fensterrahmen mussten erneuert werden. Das alles schafften freiwillige Helfer, finanziell und materiell unterstützt durch Daleidener Geschäftswelt, Heimatverein und Spenden.

Der Ursprung der Kapelle stammt aus der Pestzeit. Laut Überlieferung wütete die Pest im Jahre 1636 auch in Daleiden. Nur 13 Daleidener sollen überlebt haben. Diese legten ein Gelübde ab, im Falle des Überlebens eine Kapelle zu bauen und alljährlich den heiligen Aloysius, den Schutzpatron der Pestkranken und der Jugend, an seinem Todestag, dem 21. Juni, zu ehren.

Die erste kleine Kapelle wurde 1913 durch eine größere ersetzt. Sie beherbergt neben einer Statue des Heiligen eine Statue der Muttergottes von Fatima. In der Außenwand ist einer der noch wenigen erhaltenen regionalen Priestergrabsteine des 18. Jahrhunderts eingelassen. Die Innschrift nennt den 1763 verstorbenen Priester Johannes Keut.

Alljährlich führt eine Prozession von der Gemeinde aus zur Aloysius-Kapelle, die von den Anliegern dann festlich geschmückt ist. Mit ihrem neuen Anstrich wird sie zukünftig noch feierlicher strahlen.