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Stadtentwicklung
Schaffen statt schauern

 Der Hahnplatz-Umbau: Nur noch wenige Monate, dann ist alles gemacht. Im Bild die Stufenlandschaft vor der Basilika, vom Gymnasium aus gesehen.
Der Hahnplatz-Umbau: Nur noch wenige Monate, dann ist alles gemacht. Im Bild die Stufenlandschaft vor der Basilika, vom Gymnasium aus gesehen. FOTO: Fritz-Peter Linden
Prüm . Hahnplatz-Umbau: Die Arbeiter genehmigen sich zum Jahreswechsel nur eine kurze Pause. Schon bald geht’s weiter. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Das dritte Umbau-Jahr am Prümer Hahnplatz ist zu Ende gegangen: Noch bis zum Wochenende vor Weihnachten haben die Arbeiter der Firma Schnorpfeil und die Pflasterer dort reingehauen – und das auch im strömenden Regen der vergangenen Tage. Schauern galt nicht.

Und fast haben sie es geschafft: Die Pflaster-Ebenen vor der Basilika sind bis auf das letzte noch verbliebene Stück fertig geworden. „Wir sind auf Treppe vier“, sagt Vorarbeiter Rainer Schönecker zum Stand der Dinge an der Fläche mit den breiten Stufen und Plateau-Abschnitten dazwischen.

Die finale Pflasterfläche war dann aber nicht mehr hinzubekommen: Dafür hätten die vier Tage der zweiten Dezemberwoche gefehlt, in denen es in der Eifel gefroren hatte, sagt Schönecker. Andernfalls „wäre das Podest da oben auch fertig. Was für die Eisbahn gut war, war für uns nicht so gut“, sagt er und lacht.

Und es sind ja nicht allein die großen Flächen, die abgeschlossen werden sollen: Auch an einigen kleineren Ecken wartet noch Arbeit, manchmal wird es da knifflig: zum Beispiel zwischen Volksbank und Telekomladen. Dort werde man für die Treppe vor der Bank noch ein bisschen Zeit brauchen.

Aber gut: Das Finale zeichnet sich ja trotzdem langsam ab. Wie war das Jahr? „Turbulent und arbeitsreich“, sagt Rainer Schönecker. Stimmt: Die Kreisverwaltung ließ das Fundament des Regino-Gymnasiums untersuchen – also ging es direkt davor lange nicht weiter. Die Archäologen waren ebenfalls sehr lange in der Stadt und friemelten allerlei Historisches aus dem Prümer Boden, bis sie im Frühling das Grabungsfeld räumten (der TV berichtete).

Und dann alles, was sich sonst so unter der Oberfläche befand und hinzog: „Kanal, Wasserleitungen, egal was wir angepackt haben“, sagt Schönecker, „das war ein Wahnsinn“. Dagegen seien die Arbeiten an der Oberfläche fast ein Klacks – zumal der ungeduldige Zuschauer auf den Rängen rundherum dann auch eher Fortschritt sehen kann.

Kurzum: In den vergangenen zwölf Monaten, sagt der Vorarbeiter, sei viel Bewegung „und viel Hickhack“ drin gewesen. „Aber wenn ich das Ergebnis sehe, bin ich wirklich der Meinung: Wir haben einen verträglichen Abschluss gefunden.“

Und eine längere Pause werden sie sich dieses Mal auch nicht gönnen können: Wenn das Wetter es zulasse, werde man gleich im Januar weitermachen und mit einigen Kollegen bereits zum Ende kommender Woche anrücken. Aber es dürfe eben keine Frostperiode einsetzen.

Zumal ein weiterer Termin den Arbeitern eine Frist setzt: die Grenzlandschau. Auf dem Ausstellungsgelände sei aber noch allerhand an Baustellen-Material gelagert.

„Wir müssen das Gelände Mitte März räumen“, sagt Rainer Schön­ecker. „Und das soll dann auch der Termin sein, wo hier oben alles fertig ist.“