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Stadtentwicklung
Nur noch gut hundertmal schlafen

Sichtbare Fortschritte: Am Hahnplatz sitzen die ersten Einfassungen und andere Elemente der künftigen Terrassenlandschaft.
Sichtbare Fortschritte: Am Hahnplatz sitzen die ersten Einfassungen und andere Elemente der künftigen Terrassenlandschaft. FOTO: Fritz-Peter Linden
Prüm. Der Hahnplatzumbau in Prüm – und was so alles damit zusammenhängt: Diese Woche wird auch die Ritzstraße fertig. Das Finale kommt mehr und mehr in Sicht, bis dahin müssen aber alle sich noch einmal in Geduld üben. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Fortschritt bei den Großumbauten in der Innenstadt: Die Ritzstraße ist bis zur Kreuzung mit Hahnstraße, Spiegel- und Teichstraße asphaltiert, morgen soll die Deckschicht draufkommen. Im weiteren Verlauf der Woche können die Arbeiten dort weitgehend abgeschlossen werden.

Weitgehend – es bleibt ja immer noch etwas zu tun: Restarbeiten an Straße und Bürgersteig, sagt Robert Simon vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein. Voraussichtlich – bei diesen Arbeiten ist „voraussichtlich“ das meistgenutzte Wort – zum kommenden Montag sei die Straße dann wieder freigegeben. Wenn auch zunächst nur in einer Richtung, und zwar stadteinwärts. Immerhin sei dann aber auch die untere Hahnstraße wieder befahrbar. „Dann machen wir den Klosterhof“, sagt Robert Simon. „Und danach sind wir mit dem LBM dann raus aus der Sache.“

Ashpahlt drauf: die Ritzstraße wird fertig.
Ashpahlt drauf: die Ritzstraße wird fertig. FOTO: Fritz-Peter Linden

Noch drin in der Sache: Stadt und Baufirma Schnorpfeil. Tatsächlich habe man gerade schon am Klosterhof mit ersten Arbeiten begonnen, sagt Polier Rainer Schönecker. In der kommenden Woche soll auch der Duppborn gepflastert werden.

Es geht, doch doch, weiter voran: Treppenfundament am Platz vor der Basilika.Hahnplatz.
Es geht, doch doch, weiter voran: Treppenfundament am Platz vor der Basilika.Hahnplatz. FOTO: Fritz-Peter Linden

Und wie immer, wenn sich sichtbar etwas ändere, ergänzt Schönecker, „dann sagen die Leute. Die Firma schafft.“ Was sie zwar auch die übrige Zeit mache, aber „das ganze Gepiddel“, mit dem man an so einer Baustelle zu tun bekomme, das sehe eben keiner. Wie auch in der Ritzstraße: Dort seien jede Menge Leitungen in den Boden gekommen, Hausanschlüsse erneuert, Gasleitungen gelegt worden. Und das koste eben Zeit. In der Ritzstraße sei das aber einkalkuliert gewesen – insofern „hänge“ man da auch nicht dem Plan hinterher.

Sichtbare Fortschritte. die Bauarbeiten an Ritzstzraße und Hahnplatz.
Sichtbare Fortschritte. die Bauarbeiten an Ritzstzraße und Hahnplatz. FOTO: Fritz-Peter Linden

Über den Sommer wird mit Hochdruck auch weiter am Platz vor der Basilika gearbeitet, seitdem dort die Archäologen ihr Buddelwerk beendet haben. Das brachte ebenfalls Verzögerungen, wie auch, vor zwei Sommern, der Hickhack um die zu liefernden Pflastersteine (der TV berichtete).

Apropos Pflaster: Seit die vietnamesischen Würfel in den Prümer Boden gehämmert wurden, lösten sich einige der Steine bereits wieder, wenn Autos drüberfuhren. Aber da habe man nacharbeiten lassen, sagt Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy: „Da sind wir dahinter, dass das ordentlich gemacht wird.“ Dass Steine in Bewegung geraten, sagt Rainer Schönecker, „das ist bei so einer Fläche normal. Fugen werden sich immer noch setzen, da musst du nacharbeiten. Auf den ersten Moment kriegt man das nie so hin.“

Fragen wir nicht nach de ersten Moment, sondern nach dem letzten: Wann wird alles fertig sein? Da verweist Rainer Schönecker auf den von allen Verantwortlichen angestrebten Termin: „Ende November.“ Und bis dahin wird er selbst sich dann auch einmal eine Woche Urlaub nehmen: „Die erste, seit ich in Prüm bin.“

„Ich hab heute Morgen noch gedacht. Mein Gott, jetzt sind wir schon seit zwei Jahren mit der Baustelle dran“, sagt die Stadtbürgermeisterin. Dabei sei man anfangs von nur einem Jahr ausgegangen. Aber, wie gesagt: die Verzögerungen. Und die Nöte, die die Geschäftsleute rund um den Platz damit hatten – das bedaure sie sehr, sagt die Stadtbürgermeisterin. Dennoch: „Mich tröstet die Vorstellung, dass es ein schöner Platz ist nachher.“

Es dauert eben noch. „Ich hab’s mir auch nicht so vorgestellt oder gewünscht“, sagt Mathilde Weinandy. „Aber wir wollten alle einen neuen Hahnplatz. Jetzt laufen wir nicht weg. Jetzt halten wir durch.“

Genau. Und so furchtbar lange ist es ja nun auch nicht mehr. Voraussichtlich.