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Hoffen auf die Hillstraße

Noch ist ein bisschen was zu tun bis zum Mantelsonntag: die Baustelle in der Prümer Hillstraße. TV-Foto: Fritz-Peter Linden
Noch ist ein bisschen was zu tun bis zum Mantelsonntag: die Baustelle in der Prümer Hillstraße. TV-Foto: Fritz-Peter Linden FOTO: (e_pruem )
Prüm. Zwei verkaufsoffene Sonntage im Herbst: Beim Gewerbeverein "Prüm Eifelstark" hoffen deshalb alle darauf, dass die Hillstraße bald fertig wird. Das Motto: Macht zwar Stress, aber gejammert wird nicht. Fritz-Peter Linden

Prüm. "Schwierig, aber sinnvoll und zukunftsorientiert" - so, sagt die Vorsitzende Christine Kausen, sehe man beim Gewerbeverein die Situation mit den Baustellen in der Abteistadt. Gerberweg, Bahnhof- und Hillstraße, bald dann der Hahnplatz: Das müsse eben sein, außerdem sei man froh darüber, dass die Stadt davon nur attraktiver werde.
Ein laufendes Bauprojekt hat man dabei besonders im Blick: die Hillstraße. Seit einigen Wochen ist sie aufgerissen und wird nun Meter für Meter ausgebaut und anschließend gepflastert (der TV berichtete). Da wäre es schön, wenn sie zu den verkaufsoffenen Sonntagen im Herbst fertig wäre: Der erste ist am 20. September, der zweite - und das ist in Prüm immer ein besonders wichtiger Termin - am 18. Oktober, der "Mantelsonntag" (wegen des Kleidungsstücks, das man sich für den Winter kauft) inklusive Bauernmarkt am Konvikt.
Die Hillstraße führt dort hinauf - und bei der Bitburger Baufirma Wadle steht der Termin auch im Plan. "Aber bedingt durch viele unerwartete Arbeiten wird es auf jeden Fall eng", sagt Wadle-Geschäftsführer Christian Peters. So müsse man allein an 15 Häusern komplett neue Wasseranschlüsse legen. Trotzdem legt sich Peters fest, auch wenn er nicht garantieren will, dass alles bis dahin fertig sei: "Sie wird auf jeden Fall begehbar sein. Wir tun unser Bestes."
Einer, der sein Geschäft im oberen Teil der Hillstraße hat, ist Blumenhändler Roland Münz: "Wir haben gerade ein Loch vor der Tür", sagt er und lacht. Sein Eindruck sei, dass die Arbeiten recht gut vorangingen. Und immerhin seien vor der evangelischen Kirche schon drei neue Parkplätze entstanden.
Ja, er mache diesen Monat deutlich weniger Umsatz als im Vorjahr, das sei eben bei Baustellen so: "Aber ich rege mich nicht darüber auf. Die Leute finden uns." Erstens habe er nun auch einmal etwas davon, dass er für die Straßen mitbezahle. Und zweitens müsse man schließlich "gucken, dass die Stadt schön in Schuss bleibt". Einen Wunsch ans Gewerbe wiederum hat Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy: dass sich die Prümer vielleicht wieder in etwas größerer Zahl bei der nächsten Grenzlandschau 2017 präsentieren und Flagge zeigen. "Da wollen wir noch mal einen Anlauf nehmen". sagt Christine Kausen, "wie man sich da gemeinschaftlich und auf originelle Weise darstellen kann". Originell, das können sie ja eigentlich: wie mit der Prüm-Tasche, die in ansprechender Gestaltung seit einiger Zeit unters Volk gebracht wird. Der Verein ließ sie herstellen und gab sie zum Produktionspreis an die Mitglieder weiter, die sie nun für 1,79 Euro an ihre Kunden verkaufen. Von den 2500 Stück seien bereits 2000 weg - den Rest will man noch loswerden, bevor man neue herstellen lässt.
Erfolgreich läuft auch weiterhin die eigene Währung, der "Prüm-Taler", der Gutschein für ganz Prüm. In 70 Unternehmen kann er eingelöst werden, die Verkaufszahlen haben sich noch einmal verbessert. Ebenfalls fast erledigt: die letzte noch ausstehende Informationstafel am Stadteingang aus Richtung Niederprüm.
In Kooperation mit Eifelverein und Tourist-Information beschaffte man ein Gerüst, an dem nun feste und auswechselbare Schilder auf alles hinweisen, was die Stadt zu bieten hat - plus einem weiteren Schild, das Prüm als Karolingerstadt ausweist.Extra

Was steht an im Prümer Gewerbe-Herbst? Eine ganze Reihe von Terminen: Am 20. September ist von 12 Uhr an verkaufsoffener Sonntag mit Dausfelderhöhen-Fest, Niederprümer Einkaufsmeile und Pfarrfest. Am Mittwoch, 7. Oktober ist Herbstmarkt, am 18. Oktober von 12 Uhr an Mantelsonntag mit Bauernmarkt. Der Gewerbeverein Prüm Eifelstark hat derzeit 120 Mitglieder. Rückgänge durch Geschäftsschließungen konnte man durch neue Beitritte ausgleichen. Die Kassenlage ist gut, zum Stichtag 31. Dezember 2014, wie bei der Jahreshauptversammlung mitgeteilt, standen Ausgaben von 18 000 Euro Einnahmen von 30 000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen und einem Stadtzuschuss gegenüber. fpl