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Ihre Tiere leisten immer mehr

Trotz schwieriger Bedingungen sind die Züchter gut durch das Jahr 2016 gekommen. TV-Foto: Frank Auffenberg
Trotz schwieriger Bedingungen sind die Züchter gut durch das Jahr 2016 gekommen. TV-Foto: Frank Auffenberg FOTO: Frank Auffenberg (aff) ("TV-Upload Auffenberg"
Gondelsheim. Aufrecht durch die Krise: Die Züchtervereinigung Eifel bestätigt ihren Vorstand und zeichnet erfolgreiche Mitglieder aus. Frank Auffenberg

Gondelsheim Abstürzende Milchpreise, ein nasser Frühling und ein viel zu trockener Herbst haben Milchbauern 2016 keine optimalen Arbeitsbedingungen beschert. Bei der Züchtervereinigung Eifel, die sich gestern zur traditionellen Jahreshauptversammlung im Hotel Kirst getroffen hat, lässt man trotzdem die Köpfe nicht hängen. "Das vergangene Jahr lief nicht gerade rosig ab, für manche war es sogar dramatisch. Umso erfreulicher, dass wir es dann doch irgendwie alle gut durch dieses Krisenjahr geschafft haben", sagt der Vorsitzende, Alfred Bormann aus Biesdorf. Aus Sicht der Züchter sei das Jahr 2016 nämlich durchaus als erfolgreich zu bewerten.Zwei Faktoren seien für diese Bewertung ausschlaggebend, sagt Bormann: "Unsere Mitglieder sind weiterhin nicht nur in Sachen Milchproduktion sehr erfolgreich, sondern auch auf Zuchtschauen ziemlich gut vertreten." Eindrücklich habe sich das auf der Südwest-Rinderschau im pfälzischen Webenheim gezeigt, sagt Geschäftsführer Gerd Grebener. "Wir waren enorm stark vertreten." Sehr erfreulich sei, dass im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Vulkaneifelkreis immer mehr Kühe die Lebensleistung von 100 000 Litern überschritten, sagt Grebener. "Und das passiert nicht, wenn es den Tieren nicht gut geht. Sie werden immer älter und geben gleichzeitig immer mehr Milch." Während die Gesamtzahl der Tiere der etwa 200 Mitglieder nämlich in den vergangenen zwei Jahren im Eifelkreis von 36 153 (2014) auf 33 836 gesunken ist (Vulkaneifelkreis: von 10 864 auf 10 502), stieg die Leistung der einzelnen Tiere stetig an. 2014 produzierte eine Mutterkuh zwischen der Geburt eines Kalbs und ihrer Regenerationsphase 8142 Liter Milch, 2016 wurde der Ertrag pro Kuh auf 8463 Liter gesteigert. "Auf der Grünen Woche in Berlin mussten wir leider wieder merken, dass manche Tierschützer das mit Qual gleichsetzen. Ich will betonen, dass so eine Leistung nur möglich ist, wenn die Tiere gesund und gut gepflegt sind", sagt Grebener. "Besuchen Sie mal unsere Höfe. Sie werden sich dort in die Ställe legen können und gemütlich schlafen. Wir machen hier eben keine Massentierhaltung", sagt Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbands. Der Verband trifft sich am Freitag, 10. Februar, um 19.30 Uhr, in der Karolingerhalle Prüm.Für die besten Herdenleistungen im Jahr 2016 wurden folgende Betriebe ausgezeichnet:Nöhl GbR (Idesheim), Otten GbR (Freilingen), Alfred Bormann (Biesdorf), Robert Lichter (Ließem), Peter Meutes (Rommersheim), Daun GbR (Kyllburgweiler), Elmar Mettel (Mettendorf), Mulling GdbR (Seimerich), Andreas Abs (Peffingen), Hoffmann GbR (Kopp), Stefan Marxen (Dingdorf), Günter und Ursula Eich (Jünkerath), Richard Meutes (Rommersheim), Rainer Ademes (Arzfeld), Brundhilde Bales (Malbergweich), Andreas Meyers (Üttfeld), Christian Theisen (Wiersdorf), Alois Hansen (Oberlauch), Marco Weires (Olmscheid), Johann Hoffmann (Stockem). DER NEU GEWäHLTE VORSTAND

Extra

Alfred Bormann (Biesdorf), Frank Königs (Stadtkyll), Niko Billen (Kaschenbach), Johann Hoffmann (Stockem), Ingo Kloep (Jünkerath), Stefan Marxen (Dingdorf), Peter Meutes (Rommersheim), Werner Nohner (Sassen), Thomas Schäfer (Steiningen), Josef Streit (Obergeckler), Marco Weires (Olmscheid).