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Umwelt
Geht es ohne Glyphosat? Informationsabend in Bleialf

Pflanzenschutz: Es geht auch ohne Glyphosat - oder?
Pflanzenschutz: Es geht auch ohne Glyphosat - oder? FOTO: Julian Stratenschulte
Bleialf. „Glyphosat – gibt es Alternativen?“ Unter diesem Titel lädt der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen zu einer Informations- und Diskussionsrunde am kommenden Freitag, 28.September, ins Bürgerhaus von Bleialf ein. Beginn ist um 17.30 Uhr. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Hintergrund des Gesprächsabends: Die Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft. Die zuständigen Behörden hierzulande aber, so heißt es in der Ankündigung, „relativieren diese Hinweise allerdings bisher zu einem ,wahrscheinlich nicht krebserregend’.“ Gleichzeitig dürfen Ortsgemeinden glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel nicht mehr verwenden – anders als Gartenbauer und Landwirte. Und laut Umweltbundesamt ist das Mittel „entscheidend mitverantwortlich für den dramatischen Verlust an biologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft. Rückstände sind bei Menschen und Tieren sowie in Böden, Gewässern und zahlreichen Lebensmitteln nachweisbar.“

Was kann man also tun, um die Belastung in Natur und Umwelt zu verringern? Darüber diskutieren und informieren am Freitag Ulrike Höfken, Umweltministerin und Kreisvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen, Regino Esch, Bio-Landwirt in Wascheid und Landesvorsitzender von Bioland, Thomas Körsten, Bio-Imkermeister aus Neroth im Landkreis Vulkaneifel, Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau aus Üttfeld, und Lorenz Bisenius, Fachberater für Gartengeräte der Firma Servatius & Ehlenz in Rittersdorf. Bisenius wird unter anderem Geräte zur giftfreien Bekämpfung von unerwünschtem Bewuchs zeigen. Im Anschluss sind die Zuhörer zur Frage- und Diskussionsrunde aufgerufen. Der Eintritt im Bürgerhaus ist frei.