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Kolumne Eifel-Einsichten
Billeren, Beller(e)n

FOTO: TV / Klaus Kimmling
Ja, genau: Billeren, Nicht Billen, Billeren. Beziehungsweise, bellt Damian S von unten (Trier) hoch: „Das heißt bei uns Bellern.“ Jedenfalls: Eifeldeutsch für Zahnfleisch, sprichwörtliches. Auf dem nämlich, oh Leser, rutscht der Kolumnist gerade herum, als er dies Textlein liebevoll „für um im Urlaub gedruckt zu werden“ verfasst. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Dabei ist er so überhaupt nicht, äh, verfasst, um das auf die Reihe zu kriegen. Weil: Hammerkater grade. Es ist der erste seit vielen Jahr ... Mon ... Wochen, den ich mir erlaubte, und er haut einen aber auch so dermaßen in die Seile, dass man kaum geradeaustippen kann. Und um die Kurve denken schon gar nicht.

Jedenfalls komm ich im Moment, wie der Eifeler sagt, mit mir selber überhaupt nicht längsenanner und bin alles andere als „op de Flüre“, also frisch und federnd auf den Beinen, wie es im immer wieder zu empfehlenden Buch aus dem Hillesheimer Land („Öm et net ze verjääße“) so fein heißt. Stattdessen fühlt man sich wie ein kleines, hutzeliges Menschlein, wie ein ... wie sagt ihr in Pützborn, Arno? „’n Hotzeltjen.“ Danke, Herr Kauth.

Auwei: Jetzt fällt mir ein, dass ich gar nicht gucken kann, wie viel Platz ich heute habe. Und außerdem zeigte mir die Vorsehung (heißt bei uns: Wochenplan), dass wir SCHON WIEDER AN ANDERER STELLE STEHEN! Das ist aber keine Wanderkolumne!

Egal. Viel schwerwiegender ist ja, dass die Kolumne hier erst erscheint, wenn der Kater sich längst wieder davongemacht hat. Oder ich geb mir vorher nochmal gepflegt die Kante, damit ich, wenn sie dann erscheint, wieder einen frischen Kater hab. Wegen der Authentizithentizitititität.

Alles Quatsch. Ich sach Tschüs, mit Gruß aus den Ferien. Kommen wir einfach zum Schluss. Der geht so:

Wärst du morgens gerne fit,

trinkste abends besser nit.

Du tätst zudem viel besser pennen.

Und, sowieso, sollst du net rennen.