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Unwetterfolgen
Eifel-Zoo in Lünebach wird wieder geöffnet

Kriegen bald Mitbewohner: die Watussi-Rinder.
Kriegen bald Mitbewohner: die Watussi-Rinder. FOTO: Fritz-Peter Linden
Lünebach. Nach dem Hochwasser: Der Tierpark nimmt wahrscheinlich am Freitag den Betrieb wieder auf, mit geändertem Konzept. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Viele hatten darauf gehofft, lange aber war nicht klar, ob es auch gelingen würde. Jetzt steht fest: Der Eifel-Zoo in Lünebach, Anfang Juni schwer getroffen vom Hochwasser infolge der starken Unwetter (der TV berichtete), macht seine Tore wieder auf.

Voraussichtlich am kommenden Freitag, 17. August, sollen die Besucher wieder von 9 Uhr an in die Anlage können, die dann täglich bis 18 Uhr geöffnet bleibt (Internet: www.eifel-zoo.de). Die Wiedereröffnung der Einrichtung mit rund 400 Tieren war das erklärte Ziel von Besitzerin Annemie Wallpott, die darüber in einem TV-Artikel vor einigen Wochen mit uns gesprochen hatte.

Inzwischen kümmert sich auch ihr Sohn Markus um die Geschicke der Anlage, die er zunächst etwa zur Hälfte wieder für den Besuch freigeben wird, die anderen Bereiche sind noch nicht wieder hergerichtet.

Deshalb werden einige Tiere, die bisher in eigenen Gehegen und Flächen untergebracht waren, erst einmal zusammenziehen: Watussi-Rinder, Kamerunschafe und Straußen kommen in ein Gehege – „alles, was aus Afrika kommt und sich sowieso versteht“, sagt Markus Wallpott. Den Jaguar vermittle man an einen anderen Zoo, sagt der Kölner Unternehmer. Dafür seien ein paar neue Bewohner eingetroffen, darunter Känguruhs und Hirschziegen-Antilopen. Und auf der großen Wiese steht bereits wieder der Bison-Bulle, der Rest der Herde werde bald folgen.

Insgesamt will Wallpott die Anlage ein wenig anders ausrichten: Mehr heimische Tiere, mehr Eifeler Pflanzen, „vielleicht auch ein Lehrpfad für Kräuter“, sagt er. Damit der Park auch zum Lernen besucht werden könne. Für Andreas Kruppert, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, genau das richtige Konzept: „Sie wollen alles zukunftsfähig aufstellen – und das hört sich richtig und vernünftig an.“