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Umwelt
Eine Sorge weniger nach Pipeline-Unfall

Lichtenborn/Stalbach. Hohe Kosten für die Entsorgung, aber zumindest fand man keine gefährlichen Tenside im Boden. Von Christian Altmayer
Christian Altmayer

Fast eine halbe Million Euro soll die Sanierung eines Unfallorts im Lichtenborner Ortsteil Stalbach kosten. Im September hatte ein Pflug dort eine alte Nato-Pipeline getroffen, Flüssigkeit trat aus und verunreinigte die Landschaft (der TV berichtete).

Die Leitung versorgte einst ein Tanklager der französischen Truppen, die dort vor Jahrzehnten stationiert waren. Weil sich das Areal nahe einer ehemaligen Militäranlage befindet, kam wohl auch das Gerücht auf, dass dort noch etwas anderes als Sprit ins Umland geraten sein könnte. Umweltschützer nahmen an, dass auch sogenannte Perfluorierten Tenside, kurz PFT, das Gelände belasten könnten.

Ganz abwegig ist diese Vermutung nicht, denn die krebserregenden Stoffe wurden in Rheinland-Pfalz bislang vor allem rund um Stützpunkte wie etwa die Flugplätze Spangdahlem und Bitburg nachgewiesen. Sie stammen vermutlich aus Löschschäumen der Feuerwehren, die auf den Bases häufig zum Einsatz kamen.

In Stalbach aber offenbar nicht, wie eine TV-Nachfrage bei der Verwaltung des Eifelkreises ergab. Demnach sei das Gelände auf PFT untersucht worden, schreibt ein Sprecher. Doch bei der Bodenprobe wurde offenbar keine erhöhte Konzentration der Schadstoffe festgestellt: „Die Analytik bestätigte, dass der Löschschaum PFT-frei war.“

Der Unfallort wird derzeit von einer Firma im Auftrag der Kreisverwaltung saniert. Insgesamt sollen rund 2500 Tonnen Erdreich abgebaggert werden. Auf den Kosten dafür will der Eifelkreis nicht sitzenbleiben.

Die Wasserbehörde der Verwaltung sucht weiterhin nach dem Verursacher für die Havarie.