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Neues Gewand für den Römerkanal-Wanderweg

Große Ingenieursleistung: Der Römerkanal in der Eifel. Foto: privat
Große Ingenieursleistung: Der Römerkanal in der Eifel. Foto: privat
Der Römerkanal-Wanderweg ist in die Jahre gekommen. Jetzt will eine Projektgruppe aus Kommunen, Eifelverein und Naturparken den Weg mit einer neuen Beschilderung ausstatten. So soll er für Wanderer attraktiver werden.

Nettersheim. (red) Vom 1. bis 3. Jahrhundert nach Christus haben die Römer das Eifelwasser über eine 95 Kilometer lange Wasserleitung bis nach Köln geleitet - zur damaligen Zeit eine große Ingenieursleistung. Entlang der erhaltenen Reste dieses bedeutenden Bauwerks führt seit über 20 Jahren der "Römerkanal-Wanderweg" auf etwa 115 Kilometern von Nettersheim bis nach Köln.

Deutschlandweit einzigartiger Wanderweg



Der deutschlandweit einmalige Wanderweg ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den aktuellen touristischen Qualitätsstandards, wie es in einer Mitteilung des Naturparks Nordeifel heißt. Daher haben Städte und Gemeinden entlang des Wanderwegs, der Eifelverein sowie die Naturparke Nordeifel und Rheinland die Überarbeitung dieses Wanderangebotes vereinbart. Grundlage der Überarbeitung ist die neue Wegekennzeichnung, damit die Wanderer nicht vom gewählten Weg abkommen und immer dem Symbol des Römerkanals folgen. An den sehenswerten Stellen, wie Brunnenstuben, Aquädukten und Kanalröhren werden zukünftig neue Tafeln über das Römerbauwerk informieren. Mit der neuen Internetdarstellung und dem Wanderbuch werden zeitgemäße Medien für die Gäste entwickelt. Und die Touristiker von Eifel und Voreifel wollen neue Wanderpauschalen entlang des "Römerkanal-Wanderwegs" anbieten.

Nordrhein-Westfalen fördert Ausbau



Ermöglicht wurde das Projekt mit finanzieller Förderung des Umweltministeriums in Nordrhein-Westfalen (NRW) und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege. Den beiden Naturpark-Geschäftsführern Jan Lembach (Naturpark Nordeifel) und Harald Sauer (Naturpark Rheinland) ist es damit gelungen, den Großteil der Gesamtinvestition von rund 200 000 Euro mit Fördermitteln zu finanzieren. Die Städte und Gemeinden leisten die Restfinanzierung, wie es in der Mitteilung heißt. Mitte 2011 solle das Projekt beendet sein.