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Polizei
Touristen als Täter? Polizei ermittelt Verdächtige nach Brandstiftung in Prüm

Sechs Busse zerstört, hoher Sachschaden nach der Brandnacht in der Prümtalstraße.
Sechs Busse zerstört, hoher Sachschaden nach der Brandnacht in der Prümtalstraße. FOTO: Fritz-Peter Linden
Prüm. Nach dem Brand von sechs Linienbussen in Prüm hat die Polizei zwei Verdächtige ermittelt: Zwei 18-Jährige Feriengäste aus den Niederlanden. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Es brannte lichterloh in der Prümtalstraße: In der Nacht von Donnerstag, 2. August, auf Freitag, 3. August, gingen dort sechs Linienbusse der Firma Tücks in Flammen auf.

Schnell war klar: Jemand hatte die Fahrzeuge in Brand gesteckt, zumal bereits am Nachmittag davor an einem anderen Bus auf dem gleichen Gelände gezündelt worden war. Neben den verbrannten sechs Bussen wurden vom Großfeuer weitere Fahrzeuge beschädigt, darunter auch ein Wohnwagen (der TV berichtete). Den Schaden schätzen die Beamten auf mehr als 150 000 Euro.

Sechs Busse zerstört, hoher Sachschaden nach der Brandnacht in der Prümtalstraße.
Sechs Busse zerstört, hoher Sachschaden nach der Brandnacht in der Prümtalstraße. FOTO: Fritz-Peter Linden

Jetzt hat die Polizei zwei Verdächtige ermittelt. Dabei handelt es sich nach einer Mitteilung des Präsidiums Trier um zwei 18 Jahre alte Niederländer, die zur Tatzeit gemeinsam mit ihren Eltern Urlaub auf einem Campingplatz in der Nähe machten.

Die beiden sollen sich mehrfach, auch im Tatzeitraum, auf dem Gelände aufgehalten haben und stehen in Verdacht, für die Brandlegung verantwortlich zu sein. Gegen beide ist ein Ermittlungsverfahren wegen gemeinschaftlicher Brandstiftung eingeleitet worden.

Außerdem seien Beweismittel sichergestellt worden, „die noch nicht abschließend ausgewertet sind“, heißt es weiter in der Mitteilung. Die genauen Tatumstände seien noch nicht abschließend geklärt, die weiteren Ermittlungen der Kripo Wittlich dauern an.