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Projektwoche mit Trostbriefen und Lastentanz

Kinder der Grundschule Lissendorf beim Projekt.TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Kinder der Grundschule Lissendorf beim Projekt.TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Lissendorf. Kinder der Grundschule Lissendorf haben sich mit dem Thema "Leben, Sterben und Tod" beschäftigt. Betreut wurde das Projekt vom Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst des Caritasverbands Westeifel, finanziert mit Spenden aus der Aktion "Meine Hilfe zählt" des Trierischen Volksfreunds.

Lissendorf. Bin ich etwa aus Versehen in einer Gärtnerei gelandet? Die Kinder lachen: "Nein, wir sind die Löwenklasse!" Dennoch: Die acht Mädchen und zwei Jungen des vierten Schuljahres knien auf dem Boden um eine Plastikplane herum, füllen Erde in Blumentöpfe, drücken vorsichtig zarte Pflänzchen hinein und geben etwas Wasser darauf. Bevor sie ihre Blumentöpfe zur Fensterbank bringen, kleben sie ein selbst gestaltetes Namensschild darauf. Laura hat ihres mit Herzchen verziert und sagt: "Das hat Spaß gemacht und ich freue mich schon darauf, wenn meine Blume blüht. "Eine Blume zu pflanzen sei gut gegen Traurigkeit, zitiert Lauras Klassenkamerad Tom die Projektleiterin Rosemarie Harings.
Kinder des vierten Schuljahres der Grundschule Lissendorf haben sich in einer Projektwoche auf vielfältige Weise mit dem Thema "Leben, Sterben und Tod" beschäftigt. Betreut wurde das Projekt vom Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst des Caritasverbands Westeifel. Dank der Spenden aus der TV-Aktion "Meine Hilfe zählt" sei das Programm "Hospiz macht Schule" erst ermöglicht worden, berichtet die für den Landkreis Vulkaneifel zuständige Hospizfachkraft Rosemarie Harings. Vor einem Jahr hatte es Premiere an der St. Matthias-Grundschule in Bitburg, im Mai 2012 war es an der Grundschule im Trierer Stadtteil Olewig durchgeführt worden. Und jetzt in Lissendorf. Mit einem den Kindern vertrauten Verwandlungsprozess - von der Raupe zum Schmetterling - hatte die Projektwoche begonnen. Beim Erzählen im Kreis und in Kleingruppen, beim Malen und Kleben von Bildern, beim Basteln und Singen war das Bewusstsein dafür geschärft worden, dass Schönes und Trauriges gleichermaßen zum Leben gehören und dass es Krankheiten, die zum Tod führen. Der Film "Willi will\'s wissen: Wie ist das mit dem Tod?" vermittelte den Kindern altersgerecht die Aufgaben eines Bestatters. Zum Abschluss führten alle den "Lastentanz" auf. "Dabei werfen wir zunächst pantomimisch alles von uns, was uns belastet, und dann hüpfen und springen wir durch das Klassenzimmer", erklärt Rosemarie Harings. bb
Grundschulen, die sich für das Projekt "Hospiz macht Schule" interessieren, wenden sich an Rosemarie Harings, Alter Marktplatz 2, 54568 Gerolstein, Telefon 06591/983730, Fax 06591/7002, E-Mail: r.harings@gerolstein.caritas-westeifel.de.