| 16:08 Uhr

Prümer Kirmes zieht erneut aufs Ausstellungsgelände
Mathilde holt wieder den Hammer raus

FOTO: e_pruem <e_pruem@volksfreund.de>
Prüm. Auch in diesem Jahr kann die Salvator-Kirmes noch nicht auf dem Hahnplatz aufgebaut werden. Der Jahrmarkt zieht daher zum dritten Mal auf das Ausstellungsgelände. Dafür aber gibt’s endlich wieder den Fassanstich. Von Frank Auffenberg

Der Verkehr auf der Ritzstraße fließt wieder, der obere Hahnplatz sieht mit seinen neuen Bäumen richtig schmuck aus. Es ist nicht mehr zu übersehen: Auf dem Platz geht es tatsächlich voran. Für die Prümer Salvator-Kirmes allerdings nicht schnell genug. Wenn das Volksfest von Freitag, 10 August, bis Sonntag, 12. August, steigen wird, klafft vor der Basilika weiterhin eine große Baugrube. Um Fahrgeschäfte und Buden aufzubauen, reicht der Raum nicht aus – auch nicht auf dem Schulhof des Regino-Gymnasiums, wo sonst einige der großen Fahrgeschäfte unterkommen. So zieht das Fest erneut auf das Ausstellungsgelände um.

„Ich habe mir das anders gewünscht und gehofft, dass wir wieder komplett auf den Hahnplatz gehen können“, sagt Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy. „Aber was bleibt uns anderes übrig, wenn dort kein Platz ist? Also noch einmal aufs Ausstellungsgelände und das Beste draus machen – hoffentlich zum vorerst letzten Mal.“ Man solle sie aber bitte nicht falsch verstehen: „Das Gelände ist ja schön und gut geeignet“, sagt sie, findet aber, dass die Salvator-Kirmes eben doch auf den Hahnplatz gehöre.

Alles also nochmal aufs Provisorium, alles läuft also wie im vergangenen Jahr? Nicht ganz. Es gibt wieder Neuerungen. Während der Musikverein Prüm im vorigen Jahr sein Platzkonzert ganz absagte, wird er in diesem Jahr erstmals seit Beginn der Bauarbeiten wieder im Herzen der Stadt musizieren können. „Nicht direkt vor der Basilika, aber immerhin auf dem oberen Hahnplatz“, sagt Mathilde Weinandy. Los geht es dort am Samstag, um 20 Uhr. Wer danach richtig eingeschunkelt ist, sollte dann aber wieder den Weg zurück zum Ausstellungsgelände finden: Um 20.30 Uhr beginnt dort nämlich schon auf der Bühne der Festwirte ein Konzert mit den „Acapulco Firebirds“. Der Auftritt dauert aber bis 23 Uhr.

In Sachen Festgottesdienst werden die Kirmesfreunde allerdings Verzicht üben müssen. Während der Musikverein nämlich wieder ein Plätzchen für einen Auftritt findet, reicht der Raum für den Gottesdienst nicht aus. Die St.-Salvator-Basilika ist derzeit wegen der laufenden Sanierungsarbeiten gesperrt (der TV berichtete). Um die Finanzierung der Instandsetzung zu unterstützen, verkauft die Initiative Frauenschuh am Samstag, von 15 bis 17 Uhr sowie am Sonntag, von 8 bis 12 Uhr Kuchen auf dem Tiergartenplatz

Doch zurück zum eigentlichen Kirmesprogramm, denn abgesehen vom Festgottesdienst wird auf dem Platz alles geboten, was für einen gelungenen Rummelbummel nötig ist. „Eine attraktive Kirmes mit verschiedenen Fahrgeschäften und zahlreichen Unterhaltungsangeboten erwartet die Besucher“, sagt Mathilde Weinandy. Wie in den vergangenen Jahren habe der Kirmesbetreiber wieder attraktive Fahrgeschäfte besorgt.

Und die nehmen bereits am Freitag, um 15 Uhr den Betrieb für den Familientag mit ermäßigten Preisen auf. Während zwei Jahre auf den traditionellen Fassanstich zur Kirmeseröffnung verzichtet wurde, wird Mathilde Weinandy um 18 Uhr endlich mal wieder zum Hammer greifen. „In den vorigen Jahren verzichteten wir ja noch darauf. Der Protest war aber so groß, dass es den Anstich nun wieder gibt“, sagt sie.

Um den Gang zum Ausstellungsgelände schmackhaft zu machen, wird das Gelände so gut wie möglich ausgenutzt. Begleitend zur Kirmes öffnet jeweils samstags und sonntags schon um 8 Uhr ein großer Flohmarkt dort seine Stände. Die Fahrgeschäfte starten zwei Stunden später ihren Betrieb.

Und auch am Montag geht es weiter. Um 14 Uhr beginnt der Kirmesbetrieb. Um 15 Uhr wird dann wie gewohnt zum Feierabendtreff geladen, bis schließlich das Ende der Kirmes mit dem großen Abschlussfeuerwerk um 22.30 Uhr eingeleitet wird.

FOTO: e_pruem <e_pruem@volksfreund.de>
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