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Schneller Einsatz, viele Helfer, keine Verletzten: Schwelbrand im Seniorenheim in Habscheid

FOTO: Fritz-Peter Linden
Habscheid. Im Dachstuhl des Habscheider Senioren- und Pflegeheims St. Peter ist am Montag ein Feuer ausgebrochen. Der Schwelbrand wurde früh bemerkt und gelöscht, von den 47 Bewohnern trug niemand Verletzungen davon. . Von Fritz-Peter Linden

"Das muss wohl am Nachmittag passiert sein", sagt Walburga Theis, Leiterin des Pflegeheims St. Peter in Habscheid. Zurzeit lasse man am 15 Jahre alten Anbau der Einrichtung das Flachdach sanieren: "Da mussten Bretter weggemacht werden, die waren faul, zum Teil auch Balken."

Und während der Arbeiten, so die Vermutung, muss sich dann der Schwelbrand entwickelt haben. Als er bemerkt wurde, waren die Arbeiter schon fort: Etwa gegen 18.30 Uhr, sagt Walburga Theis, "riefen die Schwestern an und sagten: Hier riecht was komisch. Dann kam mein Sohn Frank hoch und sah auch schon den Qualm." Frank Theis, der ebenfalls im Heim arbeitet, alarmierte sofort die Rettungskräfte.

Die ersten am Brandort waren die Mitglieder der Habscheider Wehr: "Sehr schnell" seien sie eingetroffen, sagt Walburga Theis, und hätten sich an die Löscharbeit gemacht. Kurz darauf rückten die Wehren aus Bleialf, Winterspelt, Hollnich und Prüm an. Insgesamt, sagt Walter Faasen, stellvertretender Wehrleiter der Verbandsgemeinde Prüm, seien etwa 40 Kräfte im Einsatz gewesen.

Gemeinsam verhinderten sie ein Übergreifen des Feuers. Sie waren nicht die Einzigen, die halfen: Auch einige der Pflegekräfte, die bereits im Feierabend gewesen waren, eilten zurück, um sich um die 47 Bewohner zu kümmern. Zwei von ihnen mussten aus ihrem Zimmer in ein anderes verlegt werden: Dort war Löschwasser durch die Decke gelaufen.

Wie hoch der Sachschaden insgesamt ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Da müsse man erst schauen, wie es unterm Dach aussehe und wieviel Wasser noch nachlaufe, sagt Walburga Theis. Fest steht aber: "Es ist früh genug aufgefallen", sagt ihre Tochter Julia Fell.

Und Walburga Theis ist erleichtert, dass das Unglück sich nicht erst in der Nacht ereignete, wenn es vielleicht niemand so schnell hätte registrieren können.

Ansonsten geht es den Bewohnern offenbar gut nach dem kurzen Schreck am Abend: "Dann können wir ja heimgehen" sagt einer der alten Herren und lacht, nachdem der letzte Feuerwehrmann das Haus verlassen und allen noch einmal versichert hat, dass nun keine Gefahr mehr bestehe.

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