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Kirche
Basilika in Prüm wird für eineinhalb Jahre geschlossen

Nun steht die Innenrenovierung der Basilika an. Die wird teurer als zunächst gedacht.
Nun steht die Innenrenovierung der Basilika an. Die wird teurer als zunächst gedacht. FOTO: Frank Auffenberg / TV
Prüm. Im Januar kann mit der Innen-Renovierung begonnen werden. Das Gotteshaus wird eineinhalb Jahre geschlossen.

Von außen ist sie eine Pracht und auch von innen macht die St.-Salvator-Basilika einiges her – wenn da nicht die kleinen Details wären, denn der Zahn der Zeit nagt an Prüms Wahrzeichen. Während Dach und Fassade bis vor knapp fünf Jahren von Grund auf saniert wurden, musste die Renovierung des Kirchenraums mehrfach verschoben werden (der TV berichtete).

Eine Randbemerkung in einer Konzert-Ankündigung des Basilikachors stimmt allerdings zuversichtlich, dass es nun wirklich losgeht. Regionalkantor Christoph Schömig lädt zum großen Adventskonzert am Sonntag, 10. Dezember, ein und schreibt dem TV: „Es ist jetzt endgültig das letzte Prümer Basilikakonzert für längere Zeit. Ich werde am ersten Weihnachtstag noch eine Orgelmatinee spielen, ab Januar 2018 ist die Basilika dann für voraussichtlich eineinhalb Jahre wegen der Innenrenovierungsarbeiten geschlossen.“

Das kommt nun doch überraschend, höchste Zeit, um Klaus Peters, den Vorsitzenden der Basilikafreunde, nach dem Stand der Dinge zu fragen.
„Das ist absolut korrekt. Die letzten festgelegten Termine werden im Dezember noch beibehalten, Weihnachten wird noch in der Basilika gefeiert, aber ab Januar beginnen die Vorbereitungen und dann kommt schnell die Sanierung“, sagt er.

Mehrfach musste in den vergangenen Jahren der Starttermin verschoben werden. Die Finanzierung stand einfach auf zu wackeligen Beinen. „Ende Oktober kam nun aber auch aus dem Bistum die definitive Zusage über die bewilligten Zuschüsse – für uns hieß das: Jetzt kann es losgehen.“
Die Kosten für die anstehenden Arbeiten werden momentan auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.

„Als wir mit den Planungen anfingen, gingen wir von 1,2 Millionen Euro aus – Kostensteigerungen und vorher noch nicht eingeplante Posten haben den Betrag nun angehoben.“ Unter anderem sei damals noch nicht mit der Instandsetzung der Kirchenfundamente im Zuge der Hahnplatzsanierung gerechnet worden.

Und auch der Zustand der Heizungsanlage habe die Planer etwas kalt erwischt. „Wir ahnten, dass da was gemacht werden muss, dass es aber so viel wird, wussten wir nicht.“
Über die genauen Kosten könne man aber detailliert im Frühjahr Näheres sagen. Fest stehe, dass die Gemeinde 500 000 bis 550 000 Euro selber tragen müsse. „Die Ausschreibungen laufen. Jetzt müssen wir erst mal alles vorbereitet bekommen“, sagt Peters.

Bevor nämlich überhaupt die Handwerker anrücken könnten, müsse erst mal, so weit es geht, alles ausgeräumt werden.
„Kirchenbänke und bewegliches Inventar werden eingelagert, dann werden Altar, Statuen und auch die Orgel staubdicht verpackt.

Erst wenn alles geschützt ist, kann mit dem Aufbau der Gerüste begonnen werden.“

Ein Problem gebe es aber schon auch noch: Denn:  „Wohin die ausgelagerten Sachen gebracht werden, ist noch nicht ganz geklärt. Wir müssen noch einen Lagerplatz finden“, bringt er das Problem auf den Punkt.
Während der gesamten 15- bis 16-monatigen Bauphase werde die Basilika übrigens für Besucher leider gesperrt.

„Das ist für uns ein großes Problem. Für kleine Andachten wollen wir die Drei-Ärzte-Kapelle offen halten, doch wo werden Kommunionen, Firmungen oder Taufen gefeiert? Wir sprechen gerade mit unseren Filialkirchen und versuchen einen möglichst genauen Ausweichplan zu erstellen.“

So viel Arbeit nun auch auf alle zukomme, er freue sich, dass die Innensannierung nun Fahrt aufnehme: „Es ist höchste Zeit.“