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| 13:59 Uhr

Kommunen
Prüm setzt auf Öko-Strom

Windrad im Prümer Land.
Windrad im Prümer Land. FOTO: Fritz-Peter Linden / TV
Prüm. Stadtrat: Die Fraktionen beschließen den Umstieg. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Flotte Sitzung, kaum Gedöns: Die Fraktionen im Rat der Stadt Prüm haben am Dienstagabend unter anderem beschlossen, alle kommunalen Gebäude und sonstige Abnahmestellen mit Strom aus erneuerbaren Quellen zu versorgen.

Immerhin 124 000 Kilowattstunden verbraucht die Stadt im Jahr – im Haus des Gastes, im Bauhof, für Markthalle, Straßenlaternen oder am Parkdeck. Zur Wahl für die im laufenden Jahr anstehende Neuausschreibung – in Kooperation mit dem Städte- und Gemeindebund – standen zwei Varianten: entweder „Normalstrom“, wie er auch in Kohle- und Atomkraftwerken erzeugt wird, oder eben „Öko-Strom“ aus Wind-, Solar- und ähnlichen Anlagen, wie Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy (CDU) darlegt.

Dafür würde man sogar noch etwas drauflegen: Um damit den bundesweiten Ausbau der Energie-Erzeugung aus erneuerbaren Quellen zu fördern. Je nach dem Kurs, der an der Strombörse in Leipzig dafür ausgehandelt wird, kann der Mehrpreis bis zu 1200 Euro im Jahr betragen.

Für Stefan Ebbertz von der gemeinsamen Fraktion der Freien Wähler und der Prümer Bürgerbewegung ist die Entscheidung keine Frage: „Ich finde, da sollten wir mit gutem Beispiel vorangehen und uns für Ökostrom entscheiden.“ Christine Kausen, FWG-Beigeordnete, erinnert daran, dass man auf diese Weise davon wegkomme, „Dreckschleudern“ zu finanzieren. Während Johannes Kuhl (CDU) darauf verweist, dass es von den Netzanbietern „irreführend“ sei, „von 100 Prozent Öko-Strom“ zu sprechen, bleibt Peter Wind, Forstamtsleiter und parteiloses CDU-Fraktionsmitglied, kategorisch: „Wer Waldstadt sein will, würde sich völlig unglaubwürdig machen, wenn er Normalstrom bezieht.“

Kurz: Fast alle sind dafür, zwei CDU-Männer (Kuhl, Dieter Nahrings) nicht. Die Bürgermeisterin aber findet, dass die Stadt sich das „jetzt einfach leisten“ müsse.

Weitere Punkte sind im Minutentakt abgehakt: Die Planungen der Baltes-Brüder für ihr großes Wohn. und Geschäftshaus im Zentrum (der TV berichtete) können weitergehen. Der Parkplatz Wenzelbach soll vernünftig saniert werden und ein wenig Gefälle erhalten, damit, sagt Mathilde Weinandy, „das Wasser da abfließt und nicht die Puddel da stehen bleibt“.

Bei den Anfragen der Ratsmitglieder am Ende meldet sich Bernd Weinbrenner (SPD): Ob man denn nicht, angesichts der weiter bestehenden Ausnahmesituation an der Hahnplatz-Baustelle, die Sache mit den Park-Knollen etwas legerer behandeln könne. Antwort der Bürgermeisterin: „Machen Sie jetzt den Vorschlag, dass alle da parken dürfen, wo sie parken wollen?“ Und schon sind sie wieder in der schönsten Diskussion bei ihrem Lieblingsthema. Jeder weiß, wo welche unerlaubt parken, nicht alle wollen es so streng sehen, andere bestehen auf strenger Auslegung der Verbote und Regeln. Finaler Satz der Beigeordneten Gabi Bretz (CDU): „Ich hab mich an die Schilder zu halten. Wenn wir alle Gesetze so lockern, wo kommen wir da hin?“