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Tag der Jugendfeuerwehren in Stadtkyll
Junge Retter: sportlich, mutig, engagiert und informiert

Ebenfalls sportlich dabei in Stadtkyll: die Jugendfeuerwehr aus Birresborn.
Ebenfalls sportlich dabei in Stadtkyll: die Jugendfeuerwehr aus Birresborn. FOTO: Fritz-Peter Linden
Stadtkyll. Beim Tag der Jugendfeuerwehren in Stadtkyll haben sich 127 Nachwuchs-Kameraden dem Wettkampf gestellt. Die Gastgeber feierten ihr 20. Jubiläum. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Trubel auf dem Stadtkyller Schulhof: 127 Kinder im Alter von 10 bis 17 Jahren sind dabei, aus 16 Jugendfeuerwehren im Kreis Vulkaneifel. Sie messen sich miteinander an einer Reihe von Stationen, an denen sie Geschick, Sportlichkeit, Teamfähigkeit und Feuerwehrwissen beweisen müssen.

Anlass: Die Stadtkyller Jugendwehr feiert ihr 20. Jahr seit der Gründung. Anstatt das aber mit einem Festakt oder einer Party zu begehen, richtet man den Tag der Jugendfeuerwehren aus. Und am Morgen, erzählt der Stadtkyller Wehrleiter Frank Brehme, ging es zudem um die Leistungsspange – die höchste Auszeichnung, die man in der Jugendwehr erreichen kann. 15 junge Wehrleute aus Birresborn, Mürlenbach, Densborn, Kelberg, Bongard und Bodenbach legten erfolgreich die Prüfung ab.

„Insgesamt haben wir 41 aktive Jugendfeuerwehren im Landkreis Vulkaneifel“, sagt der stellvertretende Jugendwart Joachim Ziegler, „mit 476 Jugendlichen im Alter von 10 bis18 Jahren.“ 372 sind Jungen, 104 Mädchen sind dabei.

Darunter auch Annika Oehms aus Gerolstein, 12 Jahre alt: Vor drei Jahren trat sie in die Jugendwehr ein. Hat sie das mal bereut? „Nein, weil eigentlich meine ganze Familie in der Feuerwehr ist.“ Und dass sie später zur den erwachsenen Kameraden wechseln wird, ist für Annika auch klar. Julia Köhler, 12 Jahre und aus Lissingen, ist seit zweieinhalb Jahren dabei, „weil meine Freunde da sind. Und weil ich was in der Gemeinschaft machen wollte.“

Genau das, sagt auch Ronja Heinzmann (13) aus Niederbettingen, sei auch ihr Beweggrund gewesen, als sie eintrat. Was ihr besonders gefalle? „Die Gruppenarbeit – und dass sich alle gut verstehen und gut miteinander klarkommen.“ Das – und dass man „etwas Neues lernen kann“, gefällt auch Edwin Frei (11) aus Gerolstein. Und wie waren die Übungen am Tag der Jugendwehren? „Gut.“

Krönender Abschluss des „Spiels ohne Grenzen“, nachdem die Jungkameraden unter anderem auch Fragen zu Politik und sozialen Themen beantworten mussten, war dann eine Löschübung: Acht Schläuche mussten die Teilnehmer dabei aneinanderkoppeln „und alles einrichten für den Löscheinsatz – vorschriftsgemäß“, sagt Wehrleiter Frank Brehme.

Am Ende standen die Gastgeber ganz vorn: Die Stadtkyller gewannen den Wanderpokal der Jugendfeuerwehr Vulkaneifel vor den jungen Kameraden aus dem Pützbachtal und aus Hillesheim. Ehrungen für die Großen gab’s auch: Christian Hartel, Gründungsmitglied der Jugendwehr Stadtkyll, erhielt das Ehrenabzeichen der Kreis-Jugendfeuerwehr in Silber, das Abzeichen in Bronze ging an Torsten Jakobs (Hillesheim) und Alexander Schneider aus Udler. Die Jugendfeuerwehren in der Eifel freuen sich übrigens jederzeit über Nachwuchskräfte.

Wer Lust und Interesse hat, kann sich einfach an den jeweiligen Wehrführer in seinem Ort wenden. Und wenn es dort keine Jugendfeuerwehr gibt, hat der auch einen Tipp für eine Jugendwehr in einem der Nachbarorte.