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Polizei
Laster reißt Leitung ab, mehr als 2000 Eifeler am Mittwochmorgen ohne Strom

FOTO: Polizei Prüm
Waxweiler. Der aufgestellte Kipper eines Lastwagens hat am Mittwoch an der A 60-Anschlussstelle Waxweiler eine Hochspannungsleitung abgerissen. Mehr als 2000 Eifeler Bürger hatten deshalb eine halbe Stunde lang keine Stromversorgung. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Der aufgestellte Kipper eines Lastwagens hat am Mittwochmorgen in der Baustelle an der A 60-Anschlussstelle Waxweiler eine Hochspannungsleitung abgerissen. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei Prüm um 7.10 Uhr. Der Fahrer habe nach dem Abladen die Baustelle wieder verlassen wollen, als der Lastwagen sich in der Leitung verhakte. Der LKW kippte auf die Seite, die Stromleitung fiel auf die Landesstraße 33 – und in Teilen auf einen polnischen Sattelzug, der in diesem Moment auf der A 60 in Richtung Prüm unterwegs war. Dabei wurde unter anderem die Windschutzscheibe des Sattelzugs beschädigt.

Wegen der abgerissenen Leitung, sagt Walter Thibol, Hauptkommissar bei der Polizeiinspektion Prüm, seien anschließend etliche Dörfer für eine halbe Stunde ohne Strom gewesen, bis die Mitarbeiter von RWE-Westnetz den Ausfall behoben hatten.

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Betroffen waren 2050 Bürger – in Dackscheid, Eilscheid, Hargarten, Kinzenburg, Lambertsberg, Lascheid und in einigen Straßenzügen von Lichtenborn, Manderscheid, Merlscheid, Pintesfeld, Plütscheid und Waxweiler.

Der Fahrer des Unfallwagens erlitt Prellungen und wurde vom DRK ins Krankenhaus Bitburg gebracht, der Mann am Steuer des Sattelzugs blieb unverletzt. Während der Arbeiten an der Unfallstelle konnte der Verkehr auf der A 60 weiterfließen, die L 33 war kurzzeitig gesperrt.

Den Sachschaden an der Stromleitung schätzt man bei RWE auf etwa 80 000 Euro, bei den beiden Lastwagen rechnet die Polizei mit insgesamt etwa 20 000 Euro. Im Einsatz waren neben Polizei und DRK die Autobahnmeisterei Prüm und die Feuerwehren aus Feuerscheid, Prüm und Niederprüm.