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Menschen
„Von Pfeil und Bogen zum Ingenieur“

Julia Klöckner (Vorsitzende CDU-Landtagsfraktion, Zweite von rechts), Hans-Ulrich Kammeyer (Präsident Bundesingenieurkammer, links) und Martin Böhme (Geschäftsführer Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, rechts) gratulierten dem Kammerpräsidentens Horst Lenz (Mitte) zum 60. Geburtstag, den er mit Frau Ute (Zweite von links) und vielen Gästen feiert. 
Julia Klöckner (Vorsitzende CDU-Landtagsfraktion, Zweite von rechts), Hans-Ulrich Kammeyer (Präsident Bundesingenieurkammer, links) und Martin Böhme (Geschäftsführer Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, rechts) gratulierten dem Kammerpräsidentens Horst Lenz (Mitte) zum 60. Geburtstag, den er mit Frau Ute (Zweite von links) und vielen Gästen feiert.  FOTO: HWK / Tv
Winterspelt. Ingenieur-Kammerpräsident Horst Lenz wird 60 Jahre und feiert das mit vielen Gästen.

(red) „Jedes neue Projekt ist ein Herzensprojekt.“ Nach diesem Motto lebt und arbeitet der Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz Horst Lenz. Seit mehr als 30 Jahren ist er schon als Ingenieur tätig und immer noch voller Tatendrang.

Nach einem erfolgreichen Studium des Bauingenieurwesens an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen nahm Lenz eine Arbeit im Unternehmen seines Vaters auf. „Ich bin dann sozusagen ins Abwasser reingerutscht“, sagt er doppeldeutig. Mit dem ersten „richtigen“ Job, kam dann auch gleichzeitig eine große Verantwortung für den damaligen Berufseinsteiger. „Mein erstes großes Projekt war eine Ortskanalisation mit allem Drum und Dran, also Kanäle, Straßen und Kläranlagen. Und am Anfang war ich so nervös, dass ich in nachts gar nicht schlafen konnte.“

Den Weg, den Lenz vom Kammermitglied zum Präsidenten der Ingenieurkammer nahm, war recht ungewöhnlich. Für all seine Ämter – Fachgruppenvorstand, Kammervorstand, Vizepräsident und Präsident – hatte er sich nicht selbst beworben, sondern wurde von anderen Kammermitgliedern um eine Kandidatur gebeten. Seine Kandidatur zum Kammerpräsidenten verknüpfte er beispielsweise mit dem Ziel, ein neues Kammergesetz (IngKaG) zum Schutz der Berufsbezeichnungen im Ingenieurwesen zu realisieren. Bereits ein Jahr nach seinem Amtsantritt 2010 wurde das Gesetz verabschiedet und ist für Lenz ein Meilenstein. Über die Zukunft des Ingenieurberufs macht sich der Kammerpräsident keine Sorgen. Ingenieure würden immer gebraucht werden. „Vom Pfeil und Bogen, über Leonardo da Vinci bis dahin, wo wir heute sind – ohne Ingenieure geht, steht und läuft nichts.“