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Dorfentwicklung
Große Fortschritte seit dem Auftakt beim Zukunfts-Check in Olzheim

Schön voll: Der Auftakt beim Dorfcheck in Olzheim.
Schön voll: Der Auftakt beim Dorfcheck in Olzheim. FOTO: Katharina Scheer
Olzheim. In der Ortsgemeinde hat sich in den vergangenen Wochen allerhand getan. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Starker Auftakt, erfreuliche Entwicklung: Viele Bürger von Olzheim kamen im November zum ersten Treffen der Kreis-Initiative „Zukunfts-Check Dorf“. Und engagiert ging’s weiter: Drei Arbeitsgruppen sitzen seitdem an der Umsetzung des Konzepts.

Jüngst trafen sich deren Mitglieder wieder, um die gemeinsame Arbeit zu koordinieren, Schnittpunkte zu finden und die weiteren Planungen zu besprechen.

Die Gruppe „Tourismus und Infrastruktur“ präsentierte drei Vorhaben: Am „Drees“, dem Brunnen zwischen Olzheim und dem Nachbarort Neuendorf, kümmert man sich um Pflege, Umbau und Überdachung der Anlage, außerdem entstehen eine Befestigung mit Schotter und Randsteinen, eine Begrenzung durch eine Buchenhecke, eine Überdachung der Bank und eine Informationstafel.

Auch die Olzheimer Wanderwege haben die Bürger im Blick: Am Panoramaweg werden die Schilder modernisiert und auf Gemeindefläche eine Schutzhütte gebaut. In der Entwicklung sind neue, größere Runden über den „Schwarzer Mann“ und durch das obere Prümtal. Wegekarten werden im Internet und auf einer geplanten Schautafel dargestellt – alles in Zusammenarbeit mit dem Eifelverein.

Ebenfalls in Arbeit: die Umgestaltung des Dorfplatzes mit Sitzgelegenheit, Infotafel und „Kummerkasten“ der Gruppe „Dorfgemeinschaft“. Der Schotterweg, der ums Gemeindehaus verläuft, wird gepflastert.

Die Dorfgemeinschafts-AG hat inzwischen die Bürger befragt und stellte die Ergebnisse vor. Besonders erfreulich dabei: Dass es eine beeindruckend hohe Zahl von Rück­meldungen gegeben habe, sagt Hans Volkmar Herbst, der die Dorfcheck-Arbeit koordiniert: Etwa 67 Prozent der Befragten gaben Antwort.

Am häufigsten wurde die Bussituation angesprochen, auf die aber von Bürgern und Gemeinde leider kein Einfluss genommen werden könne. Das Problem? „Dass der Bus zu selten fährt und praktisch nur zu Schulzeiten“, sagt Herbst. Der Wunsch nach einer Lärmschutzwand in Richtung der stark befahrenen B 51 kann auch nicht realisiert werden, da nach den Geräuschmesswerten, die ermittelt wurden, in Olzheim kein Lärmschutz vorgeschrieben sei. „Es fehlen zwei oder drei Dezibel“, sagt Hans Volkmar Herbst.

Die gewünschte Renovierung des Gemeindehauses wird vom Gemeinderat in Angriff genommen. Angebote für Schallschutzmaßnahmen sind bereits angefordert.

Auch der in den Rückmeldungen oft gewünschte Jugendraum könne vielleicht eingerichtet werden. Es laufen laut Herbst bereits Gespräche mit einem Brandschutzbeauftragten, mit Bea Giesen, der Vorsitzenden des Pfarrverwaltungsrats, außerdem kümmern sich die Olzheimer um eventuell mögliche Zuschüsse.

In der Gruppe „Bauen und Wohnen“ hat Michael Johans inzwischen den Vorsitz übernommen. Die Gruppe hat dazu die Gebäude-Situation im Dorf ermittelt – von der Gesamtzahl der Häuser über deren Zustand bis hin zu jenen, in denen ein Leerstand droht oder in absehbarer Zeit zu erwarten ist. Der Kreis-Projektleiterin, Katharina Scheer, wurden die Daten übermittelt, sie lässt daraus Karten erstellen, die den Olzheimern dann zur Verfügung gestellt werden.

Die Gruppen einigten sich dann auf das weitere Vorgehen. Priorität haben zunächst der Dorfplatz am Gemeindehaus, der Jugendtreff, der Dreesumbau, die Wanderwege und die Schutzhütte.

Planungen und weitere Entwicklung werden die Arbeitsgruppen den Bürgern an einem Informationsabend darlegen Der Termin steht noch nicht fest.

Alle Informationen zum Dorfcheck findet man immer auch im Internet, sie werden dort aktualisiert, sobald verfügbar. Die Adresse der Gemeinde lautet: www.olzheim.de.