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Medizinische Notfälle
Zwei Ersthelferinnen für die Gemeinde Kerschenbach

Die beiden First Responder Simone Keller und Caroline Dederichs (links und rechts) mit Feuerwehrchef Klaus Diederichs und Ortsbürgermeister Walter Schneider.
Die beiden First Responder Simone Keller und Caroline Dederichs (links und rechts) mit Feuerwehrchef Klaus Diederichs und Ortsbürgermeister Walter Schneider. FOTO: Ralf Schneider
Kerschenbach. Caroline Dederichs und Simone Keller sind als First Responder ausgebildet. Die Patenschaft über den Defibrillator in der Gemeinde übernimmt die Freiwillige Feuerwehr. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Da freut sich Kerschenbachs Ortsbürgermeister Walter Schneider: „Supersache“, sagt er dazu, dass der Ort im Oberen Kylltal jetzt zwei frisch ausgebildete – und ausgerüstete – Ersthelferinnen im medizinischen Notfall hat. Fachbegriff: „First Responder“. Sie heißen Simone Keller und Caroline Dederichs.

Zugleich hat die Ortsgemeinde am Feuerwehrhaus einen Defibrillator, kurz Defi, angebracht, über den die Wehrleute auch die Patenschaft übernommen haben. Das heißt: Sie kümmern sich um den Batterientausch nach jedem Einsatz, außerdem erhalten sie Unterweisungen zum Umgang mit dem unter Umständen lebensrettenden Gerät.

„Etwas ganz besonderes“, sagt der Gemeindechef, seien auch „unsere Hinweisschilder, die zum Defi führen.“ Schneider hatte die Idee, auf diesen Schildern, die im Dorf und der näheren Umgebung hängen, einen sogenannten QR-Code anzubringen: Im Notfall Handy draufhalten – der Code öffnet nach dem Scannen das Kartenprogramm Google Maps und führt den Nutzer direkt zum Feuerwehrhaus. „Einfach genial“, findet der Ortsbürgermeister.

Die Ortsgemeinde bezahlt alles, insgesamt rund 6500 Euro. Davon entfallen auf die beiden Defibrillatoren (einen haben die Retterinnen im Rucksack) 3500 Euro, 832 Euro auf den Rettungsrucksack, 600 Euro auf den Wandschrank, in dem sich der Defibrillator befindet, 425 Euro für die Hinweisschilder, 656 Euro für die Schutzbekleidung und 450 Euro für einen Funkempfänger. Für die Ausbildung und die Fahrtkosten der beiden Retterinnen kamen noch einmal 305 Euro dazu.

Dass sich die beiden Frauen dazu bereit erklären, findet Schneider „alles andere als selbstverständlich. Deswegen unterstützen wir sie auch, wo wir können. Das soll nicht an einem Euro hängen“.