Raubüberfall auf Rewe-Markt

Raubüberfall auf Rewe-Markt

Die Polizei in der Eifel fahndet nach zwei Männern, die am Dienstagabend den Rewe-Markt am Stadtrand von Hillesheim überfallen haben. Mit vorgehaltenen Waffen zwangen die Täter zwei Mitarbeiterinnen zur Herausgabe von Bargeld und besprühten sie anschließend mit Reizgas.

(fpl) Hillesheim, Kölner Straße, kurz nach 20 Uhr am Dienstagabend: Zwei Mitarbeiterinnen des Rewe-Markts am Stadtrand verlassen das Gebäude und schließen die Tür ab. In diesem Moment werden sie von zwei maskierten Männern abgefangen. Einer trägt eine abgesägte Schrotflinte, der Zweite eine Pistole. Sie drängen sie die Frauen wieder in den Markt zurück.

Drinnen zwingen sie die Mitarbeiterinnen dazu, den Tresor zu öffnen. Die Beute: vier versiegelte Plastikhüllen, in denen sich insgesamt eine niedrige fünfstellige Euro-Summe befindet. Die Hüllen heißen zwar bei Rewe „Safety Bags“ (Sicherheitstaschen), an das Geld darin kommt man jedoch relativ problemlos heran.

Danach fordern die Räuber die beiden Angestellten auf, sich auf den Boden zu legen – und sie warnen sie davor, die Polizei zu alarmieren. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, besprühen sie die Mitarbeiterinnen mit Reizgas und verschwinden wieder durch den Haupteingang.

Die Warnung wirkte nicht allzu lange: „Die Geschädigten haben danach selbst die Polizei alarmiert“, sagt Heinz-Peter Thiel, Chef der Inspektion Daun. Die Beamten leiteten sofort eine umfangreiche Fahndung ein. Thiel ist zuversichtlich: Man sei mit vielen Kollegen im Einsatz. „Und die Erfolgsquote bei Raubdelikten ist immens hoch.“ Noch im Herbst und in der Vorweihnachtszeit habe man eine Reihe von Raubüberfällen aufgeklärt (der TV berichtete).

„Wir werden jetzt besonders an allen Märkten im Dienstbezirk verstärkt Präsenz zeigen“, sagt Thiel. „Damit wollen wir auch signalisieren: Wir sind da.“

Die beiden Frauen hätten den Überfall „erstaunlich robust“ überstanden. sagt der stellvertretende Pressesprecher der Rewe-Gruppe, Andreas Krämer. „Und wir haben jetzt reagiert, indem wir ab heute auf unbefristete Zeit eine Sicherheitskraft abgestellt haben.“

Eine Rückmeldung, berichtet Ferdinand Schwind von der Kriminalpolizei in Wittlich, habe man von den Kollegen in Euskirchen erhalten: In Nordrhein-Westfalen habe es in den vergangenen Wochen drei ähnliche Überfälle gegeben. Jetzt prüfe die Polizei, ob es tatsächlich eine Verbindung zwischen den Taten gebe.

Die Täter in Hillesheim trugen laut Polizei Wollmasken mit Sehschlitzen und Handschuhe. Der Wortführer sei etwa 1,80 Meter groß und kräftig gebaut, sein Komplize etwas kleiner und von schlanker Statur. Beide sollen deutsch mit osteuropäischem Einschlag gesprochen haben.

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