Reform im Bistum Trier: Führungstrios für 15 Großpfarreien stehen fest

Kostenpflichtiger Inhalt: Trier : Jetzt ist es raus: Trierer Bischof nennt Namen für neue XXL-Pfarreien

Die ersten Führungspositionen für die neuen XXL-Pfarreien im Bistum sind besetzt. 15 von 35 Leitungsteams sind jetzt bekannt. Für den Rest wird noch qualifiziertes Personal gesucht.

Gut drei Monate vor dem Start der ersten 15 (von insgesamt 35) neuen Großpfarreien hat das Bistum Trier die personelle Besetzung der Leitungsteams bekanntgegeben. Die sogenannten Pfarreien der Zukunft werden nicht mehr nur von einem Pfarrer allein geführt, sondern von einem Team, bestehend aus drei Hauptamtlichen und zwei Ehrenamtlichen.

Aus der Region Trier geht im Januar nur die neue XXL-Pfarrei Wittlich an den Start. In das Wittlicher Leitungsteam berief der Trierer Bischof Stephan Ackermann den  57-jährigen Pfarrer Matthias Veit, der derzeit noch Dechant im Dekanat Mayen-Mendig ist. Ihm zur Seite stehen die 35-jährige Journalistin und PR-Beraterin Sarah Engels aus Piesport und der 48-jährige Bankbetriebswirt Marco Brixius aus Maring-Noviand. Die Namen der beiden Ehrenamtlichen für das Leitungsteam stehen noch nicht fest. Sie werden vom Rat der Pfarrei gewählt und vom Bischof ernannt.

„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, hoch engagierte und qualifizierte Frauen und Männer sowohl aus unseren eigenen Reihen als auch darüber hinaus zu finden“, kommentierte Stephan Ackermann die neuen Leitungsteams, die in vier der 15 XXL-Pfarreien allerdings noch Lücken aufweisen. Dort haben sich offenbar nicht genügend Kandidaten beworben.

Der Sprecher der bistumskritischen Initiative Kirchengemeinde vor Ort, Harald Cronauer, kündigte an, ihre Aktivitäten gegen die Reform noch zu verstärken. „Wir werden hart daran arbeiten, das zu stoppen“, sagte Cronauer unserer Zeitung.

Die Leitung der neuen Großpfarrei Saarbrücken übernimmt der ehemalige Hermeskeiler Dechant Clemens Grünebach. Er gilt als enger Vertrauter des Trierer Bischofs. In Saarbrücken hatte es zuletzt Knatsch gegeben, weil der beliebte Dechant Benedikt Welter bleiben wollte, damit aber in Trier auf taube Ohren gestoßen war. Alle Leitungsposten in den neuen Großpfarreien würden neu besetzt, begründete Stephan Ackermann die Personalrochade. Der aktuelle Priester der Pfarreiengemeinschaft Trier-Heiligkreuz, Theo Welsch, geht ins saarländische Tholey.

Die Amtszeit der Hauptamtlichen in den Leitungsteams beträgt maximal zwölf Jahre. Die Teams treten Anfang ihren Dienst in den ersten 15 Großpfarreien an. Insgesamt wird es im Bistum Trier künftig 35 XXL-Pfarreien geben. Die übrigen 20 Pfarreien der Zukunft sollen bis spätestens 2022 eingerichtet sein. Wer in deren Leitungsteams sitzt, steht noch nicht fest.

Noch gibt es im Bistum 887 Pfarreien, die in 172 Pfarreiengemeinschaften organisiert sind.

Mehr Infos unter https://www.bistum-trier.de/raumgliederung/pfarreien-der-zukunft/leitungsteams/

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