1. Region

Region Trier: Stand-Up-Paddling, Moselrundfahrt, Schwimmbäder und Co.

Serie: „Listicles - Das Leben in Listen“ : Auf zum Wasser! - Neun Ideen für Spaß im, auf und am kühlen Nass in der Region Trier

Sommerzeit ist Ferienzeit. Und wenn die Sonne mit über 30 Grad auf die Köpfe der Menschen knallt, zieht es sie magisch zum Wasser hin. Ob zur Erfrischung, Entspannung oder zum Spaß – die Region bietet eine große Menge an Alternativen zum heimischen Pool.

Interaktive Karte

Der TV hat Ihnen eine interaktive Karte zusammengestellt, auf der Sie die im Artikel genannten Stationen ganz leicht finden könnt. Gerne reinschauen!

Schwimmbäder in der Region

 Spaß im kühlen Nass ist auch diesen Sommer möglich, wie hier im Freibad in Saarburg.
Spaß im kühlen Nass ist auch diesen Sommer möglich, wie hier im Freibad in Saarburg. Foto: TV/Dirk Tenbrock

Das erste, was den meisten zum Thema Spaß mit Wasser in den Sinn kommt, sind Schwimmbäder – und die gibt’s in der Region im Überfluss: 26 Freibäder erstrecken sich von Saarburg im Süden bis nach Kelberg in die nördliche Vulkaneifel. Wegen der Corona-Maßnahmen dürfen Badefans zurzeit häufig nur für eines von zwei Zeitfenstern in den Bädern bleiben. Meist von morgens 10 Uhr bis kurz nach Mittag und dann nochmal nach einer kurzen Desinfektionspause bis abends gegen 20 Uhr.

Damit möchten die Betreiber sicher gehen, dass trotz beschränkter Besucheranzahl so viele Menschen wie möglich zum Schwimmen kommen. Termine sind über die Webseiten der Bäder zu buchen. Vorsicht: Ob nur mit Karte oder auch vor Ort in bar gezahlt werden kann, variiert von Bad zu Bad.

Spaß-Rafting auf der Mosel (Pölich/Schweich)

 Beim Rafting sitzen die Teilnehmer in einem großen Schlauchboot.
Beim Rafting sitzen die Teilnehmer in einem großen Schlauchboot. Foto: Joachim Zimmermann

Wilde Wasserfälle und spektakuläre Stromschnellen gibt es auf der Mosel zwar nicht – aber Rafting geht trotzdem, und zwar beim Schifffahrtsbetrieb Joachim Zimmermann. Dort wird das sogenannte Mosel-Spaß-Rafting angeboten, bei dem man in großen Schlauchbooten die Mosel entlangfährt. Mit dabei ist in einem separaten Boot immer ein Guide, der die Rafting-Touren betreut. Normalerweise starten die Fahrten ab Pölich, kleinere Gruppen können teilweise auch ab Schweich fahren. Fürs Rafting gibt es verschiedene Touren, zum Beispiel eine Rundfahrt mit Schleusendurchfahrt, die pro Person 30 Euro kostet. Das Rafting ist für Kinder ab ungefähr zehn bis elf Jahren geeignet. Joachim Zimmermann erklärt: „Die Kinder sollten schon mitpaddeln können“. Außerdem sollten die Teilnehmer schwimmen können.

Kontakt: Schifffahrtsbetrieb Joachim Zimmermann, 0172/7488488, postschiff@telegraaf.de, www.mosel-spass-ticket.de

Stand-Up-Paddling auf der Mosel (Pölich/Schweich/Trier)

 Stand-Up-Paddling erfreut sich großer Beliebtheit - wie hier auf der Mosel in Trier.
Stand-Up-Paddling erfreut sich großer Beliebtheit - wie hier auf der Mosel in Trier. Foto: Lisanne Dornoff

Stand-Up-Paddling ist seit einigen Jahren ein beliebter Freizeitsport, der an sonnigen Sommertagen auch auf der Mosel zu beobachten ist. Dabei steht man aufrecht auf einem Surfbrett und paddelt mit einem Stechpaddel, um vorwärtszukommen. Auch diesen Wasserspaß bietet Joachim Zimmermann an, ebenfalls ab Pölich und teils auch ab Schweich. Wer bei ihm paddeln möchte, muss zuerst einen Einführungskurs belegen, um die Grundkenntnisse zu erlernen. Dieser kostet 35 Euro. Wer bereits Erfahrung hat, kann für 10 Euro pro Stunde ein Stand-Up-Paddling-Brett ausleihen. Auch das Stand-Up-Paddling ist ungefähr ab 10 oder 11 Jahren geeignet, die Paddler sollten schwimmen können.

In Trier bietet Trick 17 Stand-Up-Paddling an, die Verleihstation ist hier am Moselufer unterhalb des Nordbads. Ein circa zweistündiger Einsteigerkurs kostet dort 50 Euro. Bei Trick 17 gibt es auch Yoga auf dem Stand-Up-Paddle-Board, das kostet 39 Euro.

Kontakt: Trick 17, 0651/17072985, info@trick17-trier.de, www.sup-trier.de

Kanufahren auf der Mosel (Reil/Schweich/Piesport)

 Das geht in die Arme: Beim Kanufahren paddelt man im Sitzen.
Das geht in die Arme: Beim Kanufahren paddelt man im Sitzen. Foto: Moselkanuverleih

Wer lieber im Sitzen statt im Stehen paddelt, der ist beim Moselkanuverleih von Karl-Heinz Schenk in Reil genau richtig. Dort kann man Kanus für einen halben oder einen ganzen Tag, aber auch für längere Touren über ein paar Tage ausleihen – „Bei uns geht alles“, erklärt Schenk dazu. Startplatz ist normalerweise in Reil, bei Gruppen über zehn Personen ist aber eine Fahrt auch von Schweich aus möglich. Grundsätzlich sollten die Kanufahrer schwimmen können, wenn Kinder mit dabei sind, dann müssen sie mit mindestens einem Erwachsenen im Boot sitzen. Ein halber Tag Kanufahren kostet pro Person 20 Euro, ein ganzer 35 Euro.

Kontakt: Moselkanuverleih (Karl-Heinz Schenk), 06542/969500 oder 01755516175, info@moselkanuverleih.de, www.moselkanuverleih.de

In Piesport verleiht Edgar Welter vom Mosel-Kanu-Service an der Mosel-Lorelay Kanus für 35 Euro pro Tag - und das schon seit 34 Jahren.

Kontakt: Mosel-Kanu-Service, 06507/5558 und 0176-78133700, edgar.welter@t-online.de

Moselstrand Trier

 Da kommt Urlaubsfeeling auf: Die „Moselperle“ in Trier-Nord.
Da kommt Urlaubsfeeling auf: Die „Moselperle“ in Trier-Nord. Foto: TV/Hans Krämer

Am Sandstrand sitzen, mit einem Cocktail in der Hand, und den Sonnenuntergang am Wasser genießen – das geht nicht nur am Meer, sondern auch am Strand „Moselperle“ in Trier. Auf dem aufgeschütteten Sandareal sind Liegestühle aufgestellt, und es gibt „alles, was man für einen Strandtag so braucht“, wie es Betreiber Alexander Brittnacher ausdrückt: eine Bar, einen Imbiss, aber auch Eis am Stiel und Kaffee. Wer etwas Abenteuer zum Strandtag dazu braucht, der kann an der Moselperle Stand-Up-Paddle-Boards von Trick 17 ausleihen. Hunde sind willkommen.

Auch Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen können die Moselperle besuchen. „Im Rahmen der Möglichkeiten eines Strandes haben wir die Moselperle behindertengerecht gemacht“, erklärt Alexander Brittnacher. So gibt es Holzstege und auch eine Behindertentoilette.

An der Moselperle gelten die Corona-Regeln wie in der Außengastronomie, das heißt, ein negativer Corona-Test ist nicht erforderlich, allerdings eine Kontaktdatennachverfolgung. Diese wird digital über die Imnu-App geregelt. Außerhalb der Liegestühle muss eine Maske getragen werden.

Bei passendem Wetter ist die Moselperle von 11 Uhr bis Mitternacht geöffnet. Mehr Informationen gibt es auf der Facebook-Seite der Moselperle,www.facebook.com/MoselperleTrier

Wasserski in Riol

 Adrenalin pur: Wasserski in Riol.
Adrenalin pur: Wasserski in Riol. Foto: Triolago Freizeitsee/Chris Lehnert

Wer statt Ruhe und Entspannung lieber Action und einen kleinen Adrenalinkick sucht, ist am Triolago-Freizeitsee gut aufgehoben. Hier können sich Besucher mit 30 Kilometern die Stunde auf Skiern oder einem sogenannten Wakeboard über das Spaßgewässer in Riol ziehen lassen. „Das ist gar nicht so einfach“, meint Vera Krez vom Freizeitsee-Team. Anfänger sollten auf jeden Fall mit Wasserski beginnen und das Springen über die Rampen auf der 680 Meter langen Zugstrecke sei nur etwas für „sehr fortgeschrittene Fahrer“. Wer hinfällt, muss samt Ausrüstung selbst wieder aus dem See rausschwimmen. Laut Krez allerdings kein Problem, denn: „Das Ufer ist nah und Bewegung tut gut.“ Öffnungszeiten und Eintrittspreise gibt es unter wakepark-triolago.de

Wasserklettern in Riol

 Mut zusammennehmen und los: Wasserklettern am Triolago-Freizeitsee in Riol.
Mut zusammennehmen und los: Wasserklettern am Triolago-Freizeitsee in Riol. Foto: Triolago Freizeitsee/David Doerre

Ganz exotisch: Direkt neben dem Wasserski-Bereich ist die brandneue Wasserkletter-Anlage des Triolago-Freizeitsees – das „Waterclimb“. Was das bedeutet? Ein komplett freischwimmender Hochseilgarten mit 22 verschiedenen Hindernissen – zum Beispiel freischwebende Holzstufen oder Seile zum über Lücken schwingen – wurde dort aufgebaut. In Deutschland ist das laut Krez der erste Park seiner Art und in Riol erst seit Anfang Juni eröffnet worden.

Eine Sicherung ist hier nicht nötig, denn Runterfallen ist bei der Höhe der Hindernisse nicht schlimmer als ein Sprung vom Ein-Meter-Turm. Das freut mit Sicherheit auch den ein oder anderen, der sich bisher aufgrund seiner Höhenangst immer vor dem Kletterpark gedrückt hat. Unabhängig vom Alter kostet der Eintritt für eine Stunde 16 Euro. Weitere Informationen gibt es unter waterclimb-triolago.de

Moselrundfahrt Trier/Bernkastel-Kues

 Bei einer Moselrundfahrt kann man wunderbar entspannen - derzeit sind verschiedene Touren möglich.
Bei einer Moselrundfahrt kann man wunderbar entspannen - derzeit sind verschiedene Touren möglich. Foto: Personenschifffahrt Gebrüder Kolb

Doch nicht jeder Wasserspaß hat mit Nasswerden zu tun, wie die Passagiere der Moselrundfahrten bei Trier und Bernkastel-Kues sicherlich bestätigen würden. Die Personenschifffahrt der Gebrüder Kolb gibt es mittlerweile schon seit über 100 Jahren. Wegen Corona sind die 24 Touristenschiffe der Firma in diesem Jahr erst seit Ende Mai wieder auf der Mosel unterwegs.

Wer zurzeit in Trier einsteigt, kann zwischen zwei verschiedenen Rundfahrten wählen: Die einstündige „Kleine Panoramafahrt“ für 12 Euro pro Person und die zweistündige „Auf den Spuren der Römer“-Tour für 16 Euro. Die kleine Rundfahrt in Bernkastel kann für 11 Euro gebucht werden und wer das Schiff mit einer Wanderung oder Fahrradtour verbinden möchte, kann jederzeit auf der Strecke zwischen Alf und Bernkastel bei einer der zahlreichen Zwischenstationen aussteigen. Der Eintritt ist aktuell nur Menschen mit Impfbescheinigung oder negativem Test möglich. Weitere Informationen gibt es unter www.moselrundfahrten.de

Segeln in Trier

 Auch Segeln ist in Trier möglich.
Auch Segeln ist in Trier möglich. Foto: Segelabteilung PST Trier

Unglaublich aber wahr: Auch das geht an der Mosel. Genauer gesagt auf dem Abschnitt zwischen der Staustufe Trier und der Eisenbahnbrücke in Konz. Vom Yachthafen Monaise aus drehen dort die Boote der Segelabteilung des Trierer Post-Sportvereins ihre Runden. „Jeder kann bei uns das Segeln lernen“, sagt Abteilungsvorsitzender Kevin Mertes im Gespräch mit dem Volksfreund.

Wer sich das fest vorgenommen hat, könnte jederzeit per Mail an ausbildung@pst-segeln-trier.de erste Unterrichtsstunden abmachen und einmal jährlich die Prüfung für den Sportbootführerschein für Binnengewässer ablegen. Aber auch andere Lizenzen für die Fahrt auf dem Meer oder Motorbote biete der Verein an. Im Durchschnitt kostet ein Schein laut Mertes etwas über 300 Euro.

Wer bisher nur mit dem Gedanken spielt, mit der Kraft des Windes über das leicht wellige Wasser der Mosel zu düsen soll einfach mal vorbeikommen. Mittwochs, kurz nach 18 Uhr treffen sich Vereinsmitglieder üblicherweise zum sogenannten Rund-6 am Yachthafen. Egal ob mit oder ohne Boot, können sich Besucher mit erfahrenen Seglern unterhalten und auf eine kleine Tour mit aufs Wasser kommen, erklärt Mertes. Ein Schnuppertraining mit festem Termin kann natürlich auch abgemacht werden. Alle weiteren Informationen finden sich unter yachthafen-trier.de

Damit startet unsere neue Serie „Listicles - Das Leben in Listen“: Jede Woche werden unsere Volontäre die X besten/größten/schönsten/ältesten... Menschen/Wanderwege/Freizeitaktivitäten/Geschichten/Gebäude... vorstellen und damit einen Ein- und Überblick in die Geheimnisse unserer Region geben. Weitere Artikel finden Sie in unserem Dossier.