Region: Überschwemmungen nach Unwetter (mit Fotostrecke)

Region: Überschwemmungen nach Unwetter (mit Fotostrecke)

Bei heftigen Gewittern mit starkem Regen in der Eifel, im Raum Trier und im Hochwald ist es am Donnerstag zu Überschwemmungen gekommen.


   

Neben Kordel war im Bereich der Verbandsgemeinde Trier-Land Welschbillig am stärksten von dem Unwetter betroffen. Riesige Wassermassen aus dem Bitburger Land schossen östlich der B 51 ins Tal und ließen die Bäche zu reißenden Flüssen werden. Rund 16 Einsätze fuhr die Feuerwehr in Welschbillig, wobei im Bereich "Schilzenburg" der weit über die Ufer tretende Welschbilliger Bach mehrere Keller etwa 70 Zentimeter hoch überflutete. Auch in anderen Orten wie Kell am See, Mandern, Zerf und Waldweiler waren zahlreiche Feuerwehren und das Technische Hilfswerk im Einsatz.

Innerhalb von Minuten sind am Donnerstag im Bereich Idenheim/ Idesheim/ Sülm, Trimport und vor allem Dahlem Keller vollgelaufen und bisher noch nicht abschätzbarer Schaden entstanden. In Dahlem wurde unter anderem ein Teil einer Scheune vom Hochwasser weggerissen. Nach ersten Erkentnissen soll auch Öl aus Tanks ausgelaufen sein. Rund 130 Feuerwehrleute aus den Verbandsgemeinden Bitburg-Land und Irrel waren im Landkreis Bitburg-Prüm im Einsatz.

Wegen eines Erdrutsches musste die Straße zwischen Idenheim und Auw gesperrt werden. Die B 422 war zeitweise zwischen Welschbillig und Kordel wegen Hochwassers in beiden Richtungen gesperrt. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz, um das Wasser aus den Häusern zu pumpen.

Kordel: Sandsäcke zum Abdichten werden rangeschafft. Foto: Foto: Hans Krämer

Die Gemeinde Kordel bietet ihren vom Hochwasser betroffenen Bewohnern einen Sonderservice an: die Abfuhr von Sperrmüll sowie von Sand und Schlamm. Wie Ortsbürgermeister Medard Roth dem TV mitteilt, können Bürger aus Hochwasser-Straßen ihren Sperrmüll bereitstellen. Er soll am Samstag abgeholt werden. Ferner können Bewohner aus der Welschbilliger Straße und andere Betroffene Sand und Schlamm aus ihren Kellern am Straßenrand deponieren. Die Gemeinde will ihn bis Montag abfahren.

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